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Öffnungszeiten:

Sonntag bis Mittwoch: 9.00- 17.00 Uhr
Donnerstag: 9.00-20.00 Uhr*
Freitags und an den Abenden vor einem Feiertag: 9.00-14.00 Uhr

Yad Vashem ist an Samstagen und jüdischen Feiertagen geschlossen.

Das Museum zur Geschichte des Holocaust, das Kunstmuseum, der Ausstellungspavillon und die Synagoge sind bis 20.00 Uhr geöffnet. Alle anderen Einrichtungen schließen um 17.00 Uhr.

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Die Rabbiner und der Aufstand im Warschauer Ghetto – Mythos und Realität

  1. Vgl. Jehudith Tidor-Baumel, „Reaktionen auf den Aufstand in der orthodoxen Welt“, Blätter zur Erforschung der Shoah 12 (5755 [1994/95]), S. 289-308 [Hebr.]; Philipp Friedman, „Jüdischer Widerstand gegen den Nazismus: Perspektiven und Formen“, in: Israel Gutman und Livia Rothkirchen (Hg.), Die Shoah der europäischen Juden: Hintergrund, Quellen, Bedeutung, Jerusalem 5733 [1972/73], S. 361-373 [Hebr.].
  2. Vgl. Jehudith Tidor-Baumler, „Reaktionen auf den Aufstand in der orthodoxen Welt“, Blätter zur Erforschung der Shoah 12 (5755 [1994/95]), S. 289-308 [Hebr.]; Gershon Bakon, Philosophie und Tradition: Die Agudat Jisra´el in Polen 1916-1989, Jerusalem 5765 [2004/05], S. 231-235 [Hebr.].
  3. Vgl. Alexander Guterman, Die Gemeinde von Warschau zwischen den beiden Weltkriegen: nationale Autonomie nach dem Gesetz und die Realität, 1917-1939, Tel Aviv 1997, S. 364- 365 [Hebr.].
  4. Hersh Berlinski, „Erinnerungen“, Yalkut Moreshet 1 (5723 [1962/63]), S. 5-24 [Hebr.].
  5. Vgl. Leib (in der Zeitung wird sein Name nur mit L. angegeben, in seinen Büchern erscheint er unter dem Namen Jehuda Arieh) Feingold, Aus dem Todestal: Rabbiner Alexander Soscha Friedman“ [Hebr.], HaTzofe, 21. März 1946. 40 Jahre später veröffentlichte er sein Buch: Jehuda Arieh Feingold, Im Tal der Finsternis, Band 2, Jerusalem 5748 [1987/88], S. 320-321, 355, 361-362, 387[Hebr.].
  6. Vgl. A. Talmid, Gestalt und Persönlichkeit des Rabbiners Zemelman“, in: Moshe Bilevsky, Reuven Yemanik u.a. (Hrsg.): Das Erinnerungsbuch der Heiligen aus der Stadt Przedecz – Opfer der Shoah, Tel Aviv 5734 [1973/74], S. 183-187 [Hebr.]. Die Tochter von Rabbiner Zemelman, Galilit Pnini, berichtete mir in einem am 1. Februar 1998 geführten Interview, dass am Jom Kippur des Jahres 5702 [1941] die Deutschen ihren Vater fassten, ihm den Bart abrasierten und ihn zwangen, die Straßen der Stadt zu reinigen. Gebrochen kehrte er nach Hause zurück und beschloss, zu fliehen. Danach hielt er sich bei einigen Polen in einer anderen Kleinstadt auf, und seine Tochter besuchte ihn dort einmal. Als der Rabbiner begriff, dass die Deutschen die Juden in den Kleinstädten des ganzen Gebietes ermordeten, entschloss er sich zur Flucht nach Warschau.
  7. Vgl. den Artikel eines Mitglieds des ZZW über die Gründung von Beitar in Warschau: Moshe Silberberg, „Wer fälscht die Geschichte?“ [Jiddisch], in: Unser Welt, Nationale Wochenschrift fir der Sche’erit HaPleita München, 4. Juni 1948. So schrieb er es auch mir aus den Vereinigten Staaten von Amerika (24. Juli 1998); zu den getrennten Aktionen der beiden Organisationen vgl. Katriel Ben Arie, „Politik und Aufstand: Das Ghetto Warschau“, Blätter zur Erforschung der Shoah 12 (5755 [1994/95]), S. 116-120 [Hebr.]; Moshe Arens, Fahnen über dem Ghetto: Die Geschichte des Warschauer Ghettoaufstandes, Tel Aviv 2009, S. 89-92 [Hebr.].
  8. Die Quelle für diese Auslegung ist im babylonischen Talmud zu finden, in der Abteilung Segenssprüche, Blatt 33, Seite 1.
  9. Hillel Seidmann, Rabbiner Semelmann ruft zum Aufstand und zur Rache auf, in Moshe Bilevsky, Reuven Yemanik (Hrsg.), Erinnerungsbuch, S. 193-194.
  10. Hillel Seidmann, Tagebuch aus dem Ghetto Warschau, Tel Aviv 1946, S. 240-257. Seidmann berichtet, dass er mit einigen Augenzeugen über den Tod Semelmanns gesprochen habe, unter anderem mit Itzchak Meir Semba (dem Neffen von Rabbiner Semba) und Barisch Erlich. An anderer Stelle in seinem Werk (S. 186) schreibt er, dass Rabbiner Semelmann zusammen mit Rabbiner Reuven Horwitz, einem Misrachi-Mitglied, gekämpft habe.
  11. Zeugenaussage Yaakov Silberberg, 12. April 1947, Archiv Yad VaShem, Akte 016/2586. Auch in dieser Gruppe waren chassidische Jeschiwa-Schüler, darunter „die Brüder Friedmann mit ihrem Vater, Shlomo Gutmann, Angel, Hirsch Bitte, das waren alles strenggläubige Juden.“ Nach seiner Aussage gab es eine weitere Gruppe von Chassiden, die unter dem Kommando von Leiser Gesundheit stand, dem Vorsitzenden der Agudat Jisra´el in Lodz; Zeugenaussage von Hirsch Bitter, 12. April 1947, dort, Akte 016/2584. Auch Joseph Karmisch erwähnte die Aktivitäten orthodoxer Personen im Waffenschmuggel um den Bahnhof des Viertels Praga herum, gemeinsam mit der Untergrundbewegung von der jüdischen kämpfenden Organisation zusammen.
  12. Hillel Seidmann, Tagebuch, S. 281-285.
  13. Jehuda Arie Feingold, Im Tal der Finsternis, Band 1, S. 214.
  14. S. Schimon Huberband, Märtyrertum: Schriften aus der Zeit der Shoah (herausgegeben von Nachman Blumental und Joseph Karmisch), Tel Aviv 5729 [1968/69 S. 11-22 [Hebr.]. Zu seinem Verständnis des Aufstandes s. Jehuda Arie Feingold, im Tal der Finsternis, Band 2, S. 413.
  15. Vgl. Leib Feingold, „Sukkoth 5703 bei Rabbiner Menachem Semba sel.A.“, HaTzofe, 9. Oktober 1946 [Hebr.].
  16. Während der Zeit im Ghetto fanden im Archiv Diskussionen über Literatur, Geschichte und über die Beschaffenheit der schwierigen Epoche statt. An diesen Gesprächsrunden nahmen unter anderem teil Dr. Itzchak Schiffer, Dr. Menachem Stein, der Dichter Katzenelson, Rabbiner Jehuda Leib Orlian und Rabbiner Semba. S. dazu Yosef Kermisch, „Die Gebildeten im Ghetto Warschau zur Frage der Zeit und dem Existenzproblem“, Yad VaShem-Nachrichten 8-9 (Nissan 5716 [1955/56]), S. 2 [Hebr.].
  17. Hillel Seidmann, Tagebuch, S. 219-220.
  18. Israel Elfenbin, „Menahem Ziembe of Praga: 1882-1943“, in: Judaism: A Quarterly Journal of Thought 7, no. 4, S. 354-352.
  19. Avraham Semba, „Aus den letzten Tagen von Rabbi Menachem Semba sel.A.“, Merkas Po’alei Emunei Israel BePolania: Bulletin 29 (Juli 1947), S. 14-22 [Hebr.].
  20. Hillel Seidmann, Tagebuch, S. 241; Tuvia Boshikovsky, Zwischen einstürzenden Mauern, Tel Aviv 5730 [1969/70] [Hebr.], S. 41-42; Aussage von Zivia Lubetkin, Informationsdienst, Eichmann-Prozess: Aussagen, Jerusalem 5734 [1973/74], Band 1, S. 258 [Hebr.].
  21. Vgl. die Aussage von Bella Haber, 7. April 1985, Archiv zur Erforschung des religiösen Zionismus, Universität Bar Ilan (das Interview führte Pnina Meislisch); Yaakov Maroko, Der Schrei des Gefolterten, Bnei Brak 5759 [1998/99], S. 136-140 [Hebr.].