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Besucherinfo
Öffnungszeiten:

Sonntag bis Mittwoch: 9.00- 17.00 Uhr
Donnerstag: 9.00-20.00 Uhr*
Freitags und an den Abenden vor einem Feiertag: 9.00-14.00 Uhr

Yad Vashem ist an Samstagen und jüdischen Feiertagen geschlossen.

Das Museum zur Geschichte des Holocaust, das Kunstmuseum, der Ausstellungspavillon und die Synagoge sind bis 20.00 Uhr geöffnet. Alle anderen Einrichtungen schließen um 17.00 Uhr.

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Perspektiven jüdischer KommunistInnen auf Remigration und Antisemitismus in der SBZ und frühen DDR

„Nicht zurück, sondern in die DDR gegangen“

  1. Die Nutzung der Bezeichnung „jüdische KommunistInnen“ ist in diesem Zusammenhang nicht unproblematisch. Denn zum einen sind hiermit auch Menschen gemeint, deren Selbstverständnis nicht unbedingt ein jüdisches war und die sich zum anderen teilweise in den verschiedenen historischen Phasen gegenüber einem kommunistischen Herrschaftssystem kritisch verhielten, möglicherweise sogar davon bedroht waren. Gleichzeitig handelt es sich hier um einen notwendigen Begriff, der das Phänomen politischer Rückkehr von Jüdinnen und Juden am besten zu greifen vermag. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass es sich um eine von mir gewählte Fremdbezeichnung handelt, welche sicher nicht auf das Einverständnis aller zu dieser Personengruppe Zuzählenden stoßen würde. 
  2. Die Arbeit, in der ich sechs Interviews mit drei Zeitzeuginnen auswertete, entstand im Jahr 2011 unter dem Titel: „Es war ein Ausblick auf eine ganz andere Alternative“. Erinnerungen jüdischer KommunistInnen an Remigration und Antisemitismus in der SBZ und frühen DDR. 
  3. Interview_1_101124_S.G. S. 4.
  4. Vgl. Wolfgang Benz; Marion Neiss (Hrsg.), Deutsch-jüdisches Exil: das Ende der Assimilation? Identitätsprobleme deutscher Juden in der Emigration, Berlin 1994, S. 10. 
  5. Interview_1_110427_N.S. S. 18.
  6. Vgl. Karin Hartewig, Die Loyalitätsfalle. Jüdische Kommunisten in der DDR, in: Mosche Zuckermann (Hrsg.), Zwischen Politik und Kultur. Juden in der DDR, Göttingen 2002, S. 48-63, S. 57-59. 
  7. Interview_1_110518_B.R. S.1.
  8. Ebenda
  9. Der „SMAD-Befehl Nr. 35“ vom 26. Februar 1948 leitete den formalen Abschluss der Entnazifizierung ein und kann als Beweis dafür gewertet werden, dass mit der nationalsozialistischen Vergangenheit abgeschlossen werden sollte. Vgl. Groehler, Olaf: SED, VVN und Juden in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands (1945-1949), in: Wolfgang Benz (Hrsg): Jahrbuch für Antisemitismusforschung 3. Berlin 1994. S. 282- 302. S. 292.
  10. Vgl. Thomas Haury: Antisemitismus von Links. Kommunistische Ideologie, Nationalismus und Antizionismus in der frühen DDR. Hamburg 2002. S. 
  11. Vgl. Pierre Broué: Rolle und Funktion von 'Säuberungen' im Rahmen des kommunistischen Herrschaftssystems, in: Hermann Weber/Dietrich Staritz (Hrsg.): Kommunisten verfolgen Kommunisten. Stalinistischer Terror und 'Säuberungen' in den kommunistischen Parteien Europas seit den dreißiger Jahren, Berlin 1993, S. 538-546, S. 546 
  12. Vgl. Helmut Eschwege: Auswirkungen des Stalinismus auf die Juden der DDR von 1949 bis 1957, in: Hermann Weber/Dietrich Staritz (Hrsg.): Kommunisten verfolgen Kommunisten. Stalinistischer Terror und 'Säuberungen' in den kommunistischen Parteien Europas seit den dreißiger Jahren, Berlin 1993, S. 507- 521, S. 508. 
  13. Interview_1_101124_S.G. S. 5.
  14. Interview_1_110518_B.R. S. 18.
  15. Vgl. Jeffrey Herff, Zweierlei Erinnerung. Die NS-Vergangenheit im geteilten Deutschland, Berlin 1998, S. 130. 
  16. Diese „Alternativlosigkeit“ lässt sich hauptsächlich auf die politische Konstellation während des beginnenden Kalten Krieges zurückführen. Im westlichen Exil verbreitete sich häufig eine ausgeprägt antikommunistische Stimmung wohingegen in der UdSSR und anderen realsozialistischen Staaten Osteuropas der Antisemitismus lebensbedrohliche Konsequenzen haben konnte.