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Besucherinfo
Öffnungszeiten:

Sonntag bis Mittwoch: 9.00- 17.00 Uhr
Donnerstag: 9.00-20.00 Uhr*
Freitags und an den Abenden vor einem Feiertag: 9.00-14.00 Uhr

Yad Vashem ist an Samstagen und jüdischen Feiertagen geschlossen.

Das Museum zur Geschichte des Holocaust, das Kunstmuseum, der Ausstellungspavillon und die Synagoge sind bis 20.00 Uhr geöffnet. Alle anderen Einrichtungen schließen um 17.00 Uhr.

Anfahrt nach Yad Vashem:
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Der Holocaust und wir - April 2011

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe des deutschsprachigen e-Newsletters von Yad Vashem. Von nun an werden in dieser Form viermal im Jahr Hintergrundtexte, pädagogisches Material und Neuigkeiten aus Yad Vashem, sowie Informationen über die Aktivitäten unserer Partner aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein veröffentlicht. Ergänzt wird dies um Besprechungen kürzlich erschienener Publikationen und Filme.

Der Newsletter soll Herausforderungen für die pädagogische Arbeit aufgreifen und an aktuelle Diskussion in Europa und Israel anknüpfen. Die inhaltlichen Beiträge sollen zum Nachdenken über bestimmte thematische Aspekte anregen und in Verbindung mit praktischen Konzepten Impulse für die eigene Arbeit geben.

Jede Ausgabe widmet sich daher einem Schwerpunktthema.

Die aktuelle Ausgabe trägt den Titel: „Der Holocaust und wir“ und thematisiert gegenwärtige Herausforderungen für dessen Vermittlung.

Der Beitrag von Prof. Yehuda Bauer fragt unter anderem nach der Verknüpfung der Geschichte des Holocaust mit unserer Gegenwart. Dafür muss es laut Bauer zunächst einmal überhaupt zu einer Beschäftigung mit den konkreten Aspekten dieser geschichtlichen Ereignisse kommen, bevor man sich mit ihrem weiteren Kontext oder anderen Menschheitsverbrechen auseinandersetzen kann. Professor Alain Finkielkraut greift solche Überlegungen auf und fragt danach, welche Auswirkungen ein sich von den konkreten Ereignissen ablösendes, universelles Gedenken an den Holocaust im heutigen Europa hat. Der letzte Beitrag versucht diese Diskurse pädagogisch aufzugreifen. Er nimmt gegenwärtige Formen der Erinnerung zum Ausgangspunkt, um verschiedene Perspektiven und unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Holocaust sichtbar zu machen.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre und freuen uns über Feedback und Anregungen.

Verstimmende Erinnerung, oder: Hilft das Gedenken an den Holocaust gegen Vorurteile?

Verstimmende Erinnerung, oder: Hilft das Gedenken an den Holocaust gegen Vorurteile?

Alain FinkielkrautSeit 1945 fürchtet sich Europa vor den Geistern seiner eigenen Vergangenheit. Das Europa des 20. Jahrhunderts war Ursprung und Schauplatz der zwei schrecklichsten Kriege in der Menschheitsgeschichte. Das Konzentrationslager Buchenwald befand sich, wie uns George Steiner erinnert, direkt neben Weimar. Goethes Poesie konnte die dunklen Pläne Hitlers nicht verhindern. Und darum weiß das heutige Europa, dass weder Kultur noch Fortschrittlichkeit vor Grausamkeit schützen, dass die Moderne die Grausamkeit nicht notwendigerweise bezwingt und dass das Böse aus einer Mischung von...
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Ein Film und ein Buch stellen den jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee vor

Ein Film und ein Buch stellen den jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee vor

Ein Lehrer stolpert mit seiner Klasse über einen verwilderten Friedhof. Immer wieder bleibt die Gruppe stehen und schaut auf einen zerknitterten Plan. Sie murmeln Buchstaben und Zahlen, gehen diesen und jenen Weg entlang, bis sie schließlich vor einer stattlichen Grabanlage stehen. Die Schüler zücken Kreiden und Zeichenbögen und beginnen die fremdartigen Schriftzeichen von dem marmornen Stein abzupausen. Diese Szene entstammt dem Dokumentarfilm „Im Himmel, unter der Erde“ von Britta Wauer, der in diesem Jahr während der Berliner Filmfestspiele vorgestellt wurde und dort einen...
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Moshe Bender 1932-2011

Moshe Bender 1932-2011

Moshe Bender wurde 1932 in der polnischen Kleinstadt Skierniewice geboren. Nach dem Überfall auf Polen im September 1939 durch die Deutsche Wehrmacht wurde die Familie Bender ins Ghetto eingewiesen. Es gelang Moshe, aus dem Ghetto zu entkommen. Alleine schlug er sich als kleiner Junge in den Wäldern durch. Als Zwölfjähriger schloss er sich einer Partisanengruppe an.Nach dem Krieg reiste er über Österreich und Deutschland nach Frankreich, um von dort 1947 mit dem Schiff Exodus nach Palästina zu gelangen, das damals noch britisches Mandatsgebiet war. Dieser Versuch scheiterte allerdings. 1948...
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Reflektionen über den Holocaust: Das Verhältnis von Text und Kontext

Reflektionen über den Holocaust: Das Verhältnis von Text und Kontext

Prof. Yehuda BauerIch möchte über etwas sprechen, das ich als das Verhältnis von Text und Kontext bezeichne. Was meine ich mit dem Begriff Text in Bezug auf den Holocaust? Ich meine damit den Kern des Holocaust. Was ist der Kern des Holocaust? Es ist die Zeit zwischen 1933 und 1950. Der Kern des Holocaust umfasst also eine Zeitspanne von siebzehn Jahren. Er beinhaltet den Antisemitismus der Nazis, die Ideologie der NSDAP, die Verfolgung der Juden in Deutschland vor dem Hintergrund der Politik der Nationalsozialisten. Er umfasst den Weltkrieg, die Ghettos, die Konzentrationslager, die Vernichtungslager,...
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Der Holocaust und wir - neue Formen der Erinnerung

Der Holocaust und wir - neue Formen der Erinnerung

In den letzten Jahren hat Yad Vashem ausgewählte Poster und Postkarten, die von Studierenden israelischer Grafik- und Design-Akademien in Zusammenarbeit mit der ISHS entworfen wurden, als gedrucktes Material zur Verfügung gestellt. Sie beschäftigen sich mit der Überlieferung des Holocausts und suchen nach neuen künstlerischen Zugängen zur Vergangenheit. Hier wird die Konzeption eines Workshops für die 10.-12. Jahrgangsstufe vorgestellt, die Ideen und Anregungen geben soll, wie diese Formen der Erinnerung auch im deutschsprachigen Raum für pädagogische Zwecke sinnvoll eingesetzt werden können.
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