Der Museumskomplex

Der Museumskomplex

Synagogue

Die Synagoge von Yad Vashem zeigt Judaica aus zerstörten Synagogen Europas.

Sie wurde von dem Architekten Moshe Safdie und dem Innenarchitekturbüro Tamuz entworfen. Hier können die Besucher für verstorbene Angehörige das Kaddisch sprechen, sich zum stillen Gebet einfinden oder sich in der gemeinschaftlichen Atmosphäre der Synagoge einem traditionellen Minjan anschließen.

Einunddreißig verschiedene Objekte sind hier ausgestellt, darunter vier Thoraschreine und viele weitere Judaica aus ganz Europa. Die vier Thoraschreine, sämtlich aus Rumänien, wurden mit Unterstützung des verstorbenen Prof. Nicolae Cajal, dem damaligen Vorsitzenden der Vereinigung der Jüdischen Gemeinden in Rumänien, und mit Zustimmung der  rumänischen Regierung nach Yad Vashem gebracht.

1998 reisten Yehudit Inbar, Direktorin der Museumsabteilung, und Haviva Peled Carmeli, leitende Kunstkuratorin, durch Rumänien, um aufzuspüren, was von den einst blühenden jüdischen Gemeinden übriggeblieben war. Unter den Gegenständen, die sie entdeckten, waren unter anderem ein Thoraschrein im Haus eines Rumänen, der ihn als Kleiderschrank benutzte, ein Thoraschrein aus der Merarilor-Synagoge (Synagoge der Apfelhändler) in Iaşi und der zerfasernde Vorhang eines Thoraschreins aus Cluj.Die Vorderseite des in Benutzung befindlichen Thoraschreins stammt aus Bârlad in Rumänien. Zusätzlich werden in der Synagoge Ritualobjekte aus Polen, Griechenland, Transnistrien, Deutschland und der Slowakei aufbewahrt.

„Die Synagoge von Yad Vashem wird als Ort des Gedenkens an die zerstörten Gebetsstätten des europäischen Judentums dienen. Sie wird ein Zeugnis sein für den unzerstörbaren Glauben, die reiche spirituelle Welt des europäischen Judentums und für den außergewöhnlichen Überlebenswillen des jüdischen Volkes, seinen Wunsch nach Erinnerung und Wiederaufbau", sagte Avner Shalev, der Vorsitzende des Vorstands der Gedenkstätte.