Der Museumskomplex

Das Museum zur Geschichte des Holocaust

Die Galerien

Die „Endlösung"

Jüdischer Aufstand mitten in der Zerstörung

Die sechste Galerie ist die größte in diesem Museum. Sie behandelt die Durchführung der „Endlösung" der jüdischen Frage in Europa und den jüdischen Widerstand in den Ghettos. Die Ausstellung beginnt mit der Deportation der Juden aus den Ghettos. Sie zeigt die Ermordung von polnischen Juden in den Vernichtungslagern, die unter dem Codenamen „Einsatz Reinhard" durchgeführt wurde.

Als die Juden anfingen ihr Schicksal in den Händen der Nazis zu begreifen, brachen einzelne Revolten aus wie zum Beispiel im Warschauer Ghetto. Der Aufstand im Warschauer Ghetto war in der Tat die erste Revolte in den von Nazis besetzten Gebieten. Die Kämpfer sahen den bewaffneten Widerstand nicht als ein Mittel, um sich selbst oder andere Juden zu retten. Vielmehr sahen sie ihn als die letzte ehrenhafte Zuflucht im Angesicht der äußersten Vernichtung aller jüdischen Gemeinden.  

Bilder von Deportationen und Deportierten aus ganz Europa auf dem Weg nach Auschwitz demonstrieren die Totalität des Holocaust. In der Nord-Ost-Ecke der Galerie ist eine Landkarte, die das ausgedehnte Netzwerk der Deportationen zu den Todeslagern anschaulich darstellt. Der authentische Querschnitt eines Viehwagens führt zu dem letzten Abschnitt dieser Abteilung, nämlich zu dem größten Todeslager, Auschwitz-Birkenau. Die Besucher können hier Zeugnisse von den wenigen Überlebenden betrachten, die sich an die Schrecken des Transports nach Auschwitz und an ihre Ankunft dort erinnern.

Das originale Auschwitz-Album beschreibt die Ankunft des Transports von ungarischen Juden im Mai 1944 und gewährt den Besuchern einen schmerzvollen Einblick in den oft wiederholten Vorgang von Ankunft und Selektion.