Der Museumskomplex

Das Museum zur Geschichte des Holocaust

Die Galerien

Von Gleichberechtigten zu Ausgestoßenen

Das nationalsozialistische Deutschland und die Juden

Diese Ausstellung betrachtet das nationalsozialistische Deutschland und seine antijüdischen Maßnahmen von der Machtergreifung bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Sie folgt den dramatischen Gesetzesänderungen unter den Nazis, die die deutschen Juden von gleichberechtigten Bürgern zu Ausgestoßenen machten. Auf dem Gang durch die Ausstellung werden die Besucher mit einer Anzahl antisemitischer Schilder konfrontiert, wie sie im nationalsozialistischen Deutschland gang und gäbe waren.

Für diese Ausstellung wurde ein typischer Raum in einem deutsch-jüdischen Haus rekonstruiert, um jüdisches Leben und jüdische Kultur im deutschsprachigen Mitteleuropa zu veranschaulichen. Außerdem wurde ein kleiner Filmraum eingerichtet, in dem ein Film über die Entwicklung des Antisemitismus in der westlichen Welt vom frühen Christentum bis zur Neuzeit gezeigt wird. Ein weiterer Film beschäftigt sich mit den dramatischen historischen Ereignissen und Entwicklungen des Jahres 1938, dem Jahr der Reichspogromnacht.

Überall im Museum wird der Holocaust aus der Perspektive der Juden geschildert, die diese Zeit miterlebt haben. In dieser Ausstellung werden individuelle und kommunale jüdische Reaktionen auf Diskriminierung und Einschüchterung gezeigt - von einer Stärkung der jüdischen Identität bis hin zu der Erkenntnis, dass ein Leben für Juden in Deutschland nicht länger möglich sei.