Der Museumskomplex

Das Museum zur Geschichte des Holocaust

Architektur

Das neue, von dem weltberühmten Architekten Moshe Safdie entworfene Museum zur Geschichte des Holocaust ist ein prismenartiger, dreieckiger Bau, der den Berg von der einen Seite bis zur anderen durchdringt und dessen Enden dramatisch ins Freie hinausragen. Die dreieckige Bauform wurde gewählt, um den Erddruck auf das Prisma abzufangen. Das Eindringen natürlichen Lichts wird durch einen 200 m langen Glasstreifen ermöglicht. Dieser lässt Lichtstrahlen eintreten, die einen Kontrast zu den dunkleren Bereichen herstellen, die für Multimedia-Präsentationen erforderlich sind. Das Licht in den Galerien dringt durch Oberlichte ein, deren Glas je nach den Anforderungen der jeweiligen Ausstellung von matt bis transparent variiert.

Das gesamte Museumsgebäude – Fußböden, Wände, Inneres und Äußeres – besteht aus rohem Stahlbeton. Über die gesamte Länge des Prismas hin verändert sich der Durchmesser des Dreiecks, das zur Mitte hin schmaler wird. Zu dem durch diese Veränderung erzeugten Wandel des Raumgefühls trägt auch der leicht abfallende Fußboden bei. Es wird eine Abfolge unterschiedlich großer Hohlräume geschaffen und die Illusion erzeugt, man steige tief in den Berg hinunter. Zum Ausgang hin steigt der Weg wieder an, das Dreieck öffnet sich und der dramatisch gestaltete Ausgang bricht aus dem Nordhang des Berges hervor und gibt den Blick auf das moderne Jerusalem frei.