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Neues deutsch–israelisches Abkommen zugunsten von Yad Vashem

Die Unterzeichnung des Abkommens. Im Bild (v.l.n.r.): Hildegard Müller (Vorsitzende des deutschen Freundeskreises), Dr. Guido Westerwelle (Außenminister der Bundesrepublik Deutschland), Gideon Sa'ar (Bildungsminister des Staates Israel), Avner Shalev (Vorstandsvorsitzender von Yad Vashem) Die Unterzeichnung des Abkommens. Im Bild (v.l.n.r.): Hildegard Müller (Vorsitzende des deutschen Freundeskreises), Dr. Guido Westerwelle (Außenminister der Bundesrepublik Deutschland), Gideon Sa'ar (Bildungsminister des Staates Israel), Avner Shalev (Vorstandsvorsitzender von Yad Vashem)

Anlässlich seines Aufenthalts in Israel hat der deutsche Außenminister Dr. Guido Westerwelle am 1. Februar auch Yad Vashem besucht und ein Abkommen unterzeichnet, das eine langfristige Förderung der Erinnerungsarbeit durch die deutsche Regierung vorsieht.

Zur Unterzeichnung war neben Dr.Westerwelle auch der israelische Bildungsminister Gideon Sa'ar auf den Berg der Erinnerung gekommen. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Bundesrepublik, die pädagogische und archivarische Arbeit von Yad Vashem im Zeitraum von 2012 bis 2021 mit jährlich jeweils einer Million Euro zu unterstützen.

"Die Unterzeichnung dieses wichtigen Abkommens ist für mich ein berührender Moment, denn wir finanzieren hier ein Programm gegen das Vergessen", so Dr.Westerwelle. Deutschland sei sich seiner historischen Verantwortung sehr bewusst. Die Erinnerung an die Schoa, das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte, müsse wachgehalten werden, damit auch zukünftige Generationen aus dem Geschehenen lernen könnten.

Der Außenminister traf im Rahmen der Unterzeichnung auch mit drei deutschsprachigen Überlebenden des Holocaust zusammen. Vera Dotan, Ehud Loeb und Pessach Anderman engagieren sich in unseren deutschsprachigen Bildungsprogrammen. Frau Dotan äußerte ihre Wertschätzung hinsichtlich des Beitrages der deutschen Regierung: "Wenn es aus Deutschland kommt, hat es vielleicht noch mehr Wert".

Mit Hilfe der deutschen Fördergelder soll vor allem die Digitalisierung von Archivdokumenten und deren Veröffentlichung im Internet vorangetrieben werden. Außerdem soll die Suche nach bisher unbekannten Beständen in den Archiven Mittel- und Osteuropas verstärkt werden. Viele dieser Archive sind erst in den letzten Jahren für die historische Forschung zugänglich geworden. Auch die Bildungsarbeit von Yad Vashem, darunter insbesondere unser deutschsprachiges Angebot, wird durch die Mittel der deutschen Regierung unterstützt.

YV Magazin
Yad Vashem Magazin
Yad Vashem Annual Report 2013
Yad Vashem Annual Report 2013