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Kooperationen

Yad Vashem und Bayern verstärken Zusammenarbeit im Bildungsbereich

Avner Shalev, Vorsitzender von Yad Vashem (l.), und Dr. Ludwig Spaenle, bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus, besiegeln das neue Bildungsabkommen mit einem Handschlag. Im Bildhintergrund: Peter Prügel, stellvertretender deutscher Botschafter in Israel Avner Shalev, Vorsitzender von Yad Vashem (l.), und Dr. Ludwig Spaenle, bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus, besiegeln das neue Bildungsabkommen mit einem Handschlag. Im Bildhintergrund: Peter Prügel, stellvertretender deutscher Botschafter in Israel

Am 9. November 2011, genau 73 Jahre nach dem Novemberpogrom im Jahr 1938, einem der schwärzesten Tage in der Geschichte der jüdischen Bevölkerung Europas, wurde ein neues Abkommen zwischen dem Staat Israel und dem Freistaat Bayern unterzeichnet.

Der bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle, traf im Rahmen seines Israelbesuchs mit dem israelischen Erziehungsminister Gideon Sa'ar sowie dem Vorstandsvorsitzenden von Yad Vashem, Avner Shalev, zusammen und unterzeichnete die neue Vereinbarung. Mit gemeinsamen Projekten wollen Israel und Bayern die Erinnerung an den Holocaust stärken und das Verständnis für die Geschichte, Kultur und Gesellschaft des jeweils anderen Landes unter Jugendlichen fördern.

Schwerpunkte der Vereinbarung sind der Aufbau eines Schüler- und Lehreraustauschs, die Förderung von Partnerschaften zwischen Kommunen und gesellschaftlichen Organisationen sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Yad Vashem und den bayerischen Gedenkstätten.

Im Rahmen seines Aufenthaltes besuchte Dr. Spaenle auch Yad Vashem und traf sich dort mit Avner Shalev sowie mit Mitarbeitern der „Internationalen Schule für Holocauststudien“. Anschließend legte er in der Halle der Erinnerung einen Kranz in Gedenken an die Opfer der Shoah nieder.

Bei der Unterzeichnung des Abkommens äußerte Dr. Spanle die Überzeugung, dass der Vertrag "von großer Bedeutung für eine gemeinsame Zukunft der Menschen beider Länder" sei. Israels Erziehungsminister Gideon Sa’ar ergänzte, dass die Stärkung der Holocauststudien in der ganzen Welt, vor allem aber in Europa, vor dem Phänomen des Vergessens und der Leugnung des Holocaust schütze. Yad Vashems Vorstandsvorsitzender Avner Shalev äußerte die Ansicht, dass die Vereinbarung die Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften beider Länder stärken sowie den Erfahrungsaustausch und persönliche Begegnungen fördern wird.

YV Magazin
Yad Vashem Magazin
Yad Vashem Annual Report 2013
Yad Vashem Annual Report 2013