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Yad Vashem
Yad Vashem Wanderausstellungen

„Kein Kinderspiel“: Kinder im Holocaust – Kreativität und Spiel

Über die Ausstellung

Die 3-Jahre alte Chayale Ziegelman aus dem Ghetto Lodz Die 3-Jahre alte Chayale Ziegelman aus dem Ghetto Lodz
Aquarelle, gemalt von Nelly Toll im Ghetto Lemberg (Lvov) Aquarelle, gemalt von Nelly Toll im Ghetto Lemberg (Lvov)

Ausgewählte Tafeln aus der Ausstellung

„Es ist nicht richtig, sich für irgendein Spiel zu schämen. Das ist kein Kinderspiel. Es ist falsch, wenn Erwachsene so etwas sagen – und wenn die intelligenteren Kinder ihnen das nachsprechen– ‘So ein großer Junge und er spielt wie ein Baby; so ein großes Mädchen und sie spielt noch mit Puppen.’ Wichtig ist nicht, womit man spielt, sondern vielmehr was man denkt und fühlt während man spielt.“
Auszug aus Janusz Korczak, Die Regeln des Lebens, in: Das Recht des Kindes auf Achtung

Unter den sechs Millionen Juden, die im Holocaust ermordet wurden, waren etwa eineinhalb Millionen Kinder. Die Zahl der jüdischen Kinder, die überlebten, wird auf wenige tausend geschätzt.

Der Holocaust setzte ihrer Kindheit ein jähes Ende. In vielen Fällen waren diese Kinder gezwungen, neue Aufgaben zu übernehmen, die Familie zu ernähren und ihren Eltern im täglichen, verzweifelten Kampf ums Überleben Stütze und Hoffnung zu geben.

Gleichzeitig blieben sie Kinder. Wie jedes Kind hatten sie Begabungen, Träume und Wünsche. Wann immer sie Kind sein konnten, spielten und lachten sie und verliehen ihren Ängsten und Hoffnungen kreativen Ausdruck.

Diese Ausstellung erzählt die Geschichte ihres Überlebens- dem Bemühen dieser Kinder am Leben zu bleiben. Sie beschreibt  ihre Versuche an ihrer Kindheit und Jugend festzuhalten, indem sie sich selber eine andere Realität schafften, als diejenige, die sie umgab.

Kuratorin: Yehudit Inbar, Direktorin, Yad Vashem Museumsabteilung
Ausstellungsdesign: Pnina Friedman und Orit Hall