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Yad Vashem „Kein Kinderspiel“

„Kein Kinderspiel“

Kinder im Holocaust – Kreativität und Spiel

Die Austellung erhielt ihren Namen in Anlehnung an einen Auszug aus Janusz Korczaks „Die Regeln des Lebens", in: Das Recht des Kindes auf Achtung:

Janusz Korczak
„Es ist nicht richtig, sich für irgendein Spiel zu schämen. Das ist kein Kinderspiel.
Es ist falsch, wenn Erwachsene so etwas sagen – und wenn die intelligenteren Kinder ihnen das nachsprechen – ‘So ein großer Junge und er spielt wie ein Baby; so ein großes Mädchen und sie spielt noch mit Puppen.’
Wichtig ist nicht, womit man spielt, sondern vielmehr was man denkt und fühlt während man spielt.
Man kann klug mit einer Puppe spielen oder kindisch und töricht beim Schach.
Man kann mit großem Interesse und Vorstellungskraft Polizist spielen, einen Zug bauen, Jäger oder Indianer sein, und man kann Bücher lesen, ohne jeden Gedanken und ohne jedes Interesse.“

Unter den sechs Millionen Juden, die im Holocaust ermordet wurden, waren etwa eineinhalb Millionen Kinder. Die Zahl der jüdischen Kinder, die überlebten, wird auf wenige tausend geschätzt.

Der Holocaust setzte ihrer Kindheit ein jähes Ende. In vielen Fällen waren diese Kinder gezwungen, neue Aufgaben zu übernehmen, die Familie zu ernähren und ihren Eltern im täglichen, verzweifelten Kampf ums Überleben Stütze und Hoffnung zu geben.

Gleichzeitig blieben sie Kinder. Wie jedes Kind hatten sie Begabungen, Träume und Wünsche.

Wann immer sie Kind sein konnten, spielten und lachten sie und verliehen ihren Ängsten und Hoffnungen kreativen Ausdruck.