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Yad Vashem „Kein Kinderspiel“

Im Versteck

Herbert Odenheimer


Das Schachbrett Ehud Loebs, das er als Kind angefertigt hat
Das Schachbrett Ehud
Loebs, das er als Kind
angefertigt hat
Ehud Loeb und sein Vater Hugo in Bühl, vor dem Krieg. Im Hintergrund das Haus der Familie
Ehud Loeb und sein Vater
Hugo in Bühl
Ehud Loeb (erste Reihe Mitte, mit Schild) während des Krieges in der Schule in Frankreich
Ehud Loeb (erste Reihe Mitte,
mit Schild) während des Krieges
in der Schule in Frankreich

Herbert Odenheimer – heute Ehud Loeb – ein Holocaustüberlebender, der während des Krieges Zögling im Kinderheim Schloss Chabannes war, besuchte die Eröffnung der Ausstellung „Kein Kinderspiel". Besondere Aufmerksamkeit erweckte bei ihm ein Schachbrett, das ihm aus irgendeinem Grunde bekannt vorkam. Rechts unten auf dem Brett stand der Name „Herbert". In einem Telefongespräch mit der Organisation OSE in Frankreich – einer jüdischen Wohlfahrtsorganisation, die das Kinderheim leitete – stellte sich heraus, dass es während des Krieges in Schloss Chabannes nur einen Herbert gab. Loeb war überwältigt zu entdecken, dass das Schachbrett, das er als Kind angefertigt hatte, so viele Jahre später Teil der Ausstellung „Kein Kinderspiel" in Yad Vashem war.

Ehud Loeb war in der Kunstwelt tätig. Unter anderem war er Archivar im Israel Museum in Jerusalem, wo er heute lebt.