Operation Eichmann
Eichmanns Flucht nach Argentinien
Im Dezember 1944, noch ehe er die Deportation der Juden von Budapest zum Abschluss bringen konnte, und wenige Tage bevor die Rote Armee die ungarische Hauptstadt einnahm, brach Eichmann hastig in Richtung Deutschland auf. Kurze Zeit später wurde er von den Amerikanern gefasst, gab sich aber unter dem falschen Namen Otto Eckmann aus. Nachdem es ihm gelungen war, im Januar 1946 aus amerikanischer Haft zu fliehen, versteckte er sich einige Monate auf einem Bauernhof und lebte dann in der britischen Besatzungszone unter der falschen Identitat Otto Henninger. Im Jahr 1950 wurde ihm wie vielen anderen NS-Verbrechern durch die Katholische Kirche ein „Ablasszertifikat" ausgestellt, mit dessen Hilfe er unter dem Namen Ricardo Klement heimlich über Italien nach Argentinien gelangen konnte. Zu dieser Zeit war Argentinien bereits eine sichere Anlaufstelle für Tausende von NS-Verbrechern geworden, die über die sogenannte „Rattenlinie" ins Land kamen. Unter seinem Decknamen wurde Eichmann im Werk von Mercedes Benz angestellt. Im Jahr 1952 kamen auch seine Frau und seine Kinder nach Argentinien.




