Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS)

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Studientag in Berlin zur Wahrnehmung Israels an deutschen Schulen und zum Israelbild im Unterricht

In den frühen 80er Jahren wurde erstmals eine deutsch-israelische Schulbuchkommission ins Leben gerufen, um die Darstellung des jeweils anderen Landes, ihrer Gesellschaft, Kultur und Geschichte unter bestimmten Kriterien zu analysieren. Deren Empfehlungen wurden schließlich 1985 veröffentlicht, ohne jedoch von den Schulbuchverlagen ausreichend berücksichtigt zu werden.

Fast dreißig Jahre später wurde die Arbeit dieser Kommission unter der Leitung des renommierten Georg-Eckert Instituts (Braunschweig) erneut aufgenommen. Im Dezember 2012 wurden erste Erkenntnisse der bilateralen Arbeitsgruppen der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Problematisiert wurde nicht nur die Reduktion jeglicher Komplexität in Bezug auf die Nahostpolitik Israels, sondern ganz generell die ausschließliche Betrachtung Israels im Kontext des Konflikts mit den Palästinensern und seiner Nachbarn. Die von der Kommission angeführten Aspekte werfen über die konkrete Repräsentation Israels in verschiedenen Schulbüchern hinaus daher die viel umfassendere Frage nach der generellen Wahrnehmung des Landes an deutschen Schulen auf.

Wie sieht das Bild aus, das Schüler und Schülerinnen heute in der Bundesrepublik Deutschland von Israel haben? Mit welchen Vorstellungen und medialen Darstellungen werden Schüler innerhalb und außerhalb der Schule konfrontiert, woher kommen diese Bilder und wie können Lehrer und Multiplikatoren der Komplexität von Geschichte, Politik und Alltag in Israel im schulischen und außerschulischen Rahmen gerecht werden?

Der Studientag für Lehrer und Lehrerinnen, sowie Multiplikatoren der außerschulischen Bildung, möchte solchen Fragen ein Forum bieten, Anregungen geben und Konzepte und Ansätze von erfahrenen Pädagogen vorstellen. Die Perspektive heutiger Schüler und Schülerinnen, sowie die Perspektive von Lehrkräften, soll dabei entsprechende Berücksichtigung finden und in der Diskussion nicht ausgespart bleiben, um ein Problembewusstsein für die oft eindimensionale Wahrnehmung Israels zu schaffen und Hilfestellungen und Lösungsansätze für den Umgang mit der Komplexität des Themas aufzuzeigen.

Der Studientag findet am Dienstag, den 22. Oktober 2013, im Rathaus Wilmersdorf in Berlin statt. Der Tag wird von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, vom Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) in Kooperation mit dem American JewishCommittee Berlin Office (AJC), der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, sowie der Botschaft des Staates Israel in Deutschland organisiert.

Anmeldungen unter: Michael.Rump-Raeuber@lisum.berlin-brandenburg.de


Fortbildung zum Kinderbuch „Weg von hier…Linz – Shanghai – Israel. Stationen im Leben der Linzer Jüdin Ilse Mass“

Wie bereits in einem unserer letzten Newsletter angekündigt, hat ein Team engagierter Volksschul-Pädagoginnen die Lebensgeschichte der Linzer Jüdin Ilse Mass als Kinderbuch für Leserinnen und Leser im Grundschulalter aufgearbeitet. Die Fortbildung zu dem Kinderbuch findet am 29. April 2014 an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz statt. Weitere Informationen können unter folgendem Link aufgerufen werden.