Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS)

Neues aus Yad Vashem



„Shoah“ – Neue Ausstellung in Auschwitz-Birkenau eröffnet

Im ehemaligen Block 27 der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau wurde im Juni eine neue Dauerausstellung mit dem Titel „Shoah“ eröffnet. Die Ausstellung wurde von Yad Vashem konzipiert und erarbeitet und erzählt von der Verfolgung und Ermordung der Juden Europas und Nordafrikas. In der Ausstellung werden unter anderem folgende Worte von Elie Wiesel verlesen: „Open your heart, visitor. And your mind. And your soul. As you walk through the exhibition "SHOAH" and are enveloped by the sights and sounds of the past, hear the voices of the victims, see the drawings of the children, touch the names of the murdered. Be this place's messenger. Take with you a message that only the dead can still give the living: that of remembrance.“
Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie unter folgendem Link:
http://www.yadvashem.org/yv/en/exhibitions/pavilion_auschwitz/index.asp

Neues Projekt am Desk für die deutschsprachigen Länder in Yad Vashem: Partnerschule Yad Vashem/ICHEIC

Festliche Unterzeichnung der neuen Schulpartnerschaft mit dem Philipp-Melanchton/Gymnasium Nürnberg im Rahmen des Israel-Tages, Bayerischer Landtag, 19.3.‏2013.Festliche Unterzeichnung der neuen Schulpartnerschaft mit dem Philipp-Melanchton/Gymnasium Nürnberg im Rahmen des Israel-Tages, Bayerischer Landtag, 19.3.‏2013.

Zwischen vielen unserer ehemaligen Seminarteilnehmer/innen und dem Team am Desk für die deutschsprachigen Länder an der International School for Holocaust Studies (ISHS) in Yad Vashem haben sich innerhalb der letzten Jahre intensive Arbeitsbeziehungen angebahnt, die einen lebendigen Austausch von Ideen, Projekten und Materialien ermöglichten.
Aus dieser Zusammenarbeit ist die Idee entstanden, unsere Partnerschaft mit einzelnen Schulen zu formalisieren und damit eine längerfristige Arbeitsbeziehung zu schaffen. Die Idee war, zwischen einzelnen Schulen im deutschsprachigen Raum und der International School for Holocaust Studies eine Schulpartnerschaft unter dem Titel Partnerschule Yad Vashem/ICHEIC ins Leben zu rufen. Zu Beginn des Jahres 2013 haben wir dieses Vorhaben mit einigen unserer Partner/innen besprochen, das Echo war überraschend positiv und eindeutig: Innerhalb kürzester Zeit hatten sich 5 Schulen aus Deutschland um die Partnerschaft beworben.
Damit konnten wir in die Pilotphase dieses Projekts einsteigen, die für die ersten zwei Jahre nicht mehr als 5 Partnerschulen vorsieht.
Mit den folgenden 5 Schulen wurde eine Partnerschaft beschlossen:

Die neu gegründete Schulpartnerschaft mit dem Schulzentrum Kühlungsborn wurde zum Anlass für eine regionale Lehrerfortbildung genommen. Im Bild die Schulleiterin Ute Schmidt mit Anna Stocker, Yad Vashem.Die neu gegründete Schulpartnerschaft mit dem Schulzentrum Kühlungsborn wurde zum Anlass für eine regionale Lehrerfortbildung genommen. Im Bild die Schulleiterin Ute Schmidt mit Anna Stocker, Yad Vashem.

Eine Schulpartnerschaft zwischen einzelnen Schulen und der deutschsprachigen Abteilung der International School for Holocaust Studies kann nur eingegangen werden, wenn mindestens ein/e Kolleg/in der Partnerschule an einem Fortbildungsseminar an der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem teilgenommen hat. Wir regen an, dass im Rahmen der Partnerschaft weitere interessierte Kolleg/innen der Partnerschule an einem Fortbildungsseminar an der ISHS teilnehmen.

Die Partnerschaft kann auf folgende Weise umgesetzt werden:

  1. Durchführung von schulinternen Lehrerweiterbildungsmaßnahmen durch die Kolleg/innen, die an einem Seminar in Yad Vashem teilgenommen haben (Yad Vashem SeminarabsolventInnen). Diese internen Studientage finden in Absprache mit und eventuell mit Beteiligung von KollegInnen des German Desk statt.
  2. Durchführung von gemeinsamen pädagogischen Projekten (Beispiele: Reading Together, Videokonferenzen u.ä.). Es besteht in begrenztem Umfang die Möglichkeit finanzieller Förderung einzelner pädagogischer Projekte durch den Yad Vashem ICHEIC Fund.
  3. Kooperation bei der Entwicklung von Unterrichtsmaterialien (mögliche Ebenen: gemeinsame Adaption bestehender ISHS Materialien für spezifische Schularten wie Förderschule, Grundschule etc., gemeinsame Entwicklung neuer Materialien, Erprobung von Materialien der ISHS in der Entwicklungsphase).
  4. Intensivierung des Austauschs von Informationen und gegenseitiger Rückmeldungen, u. a. durch den deutschsprachigen E-Newsletter der ISHS.
  5. Aktive Teilnahme besonders engagierter Yad Vashem SeminarabsolventInnen an internationalen Konferenzen in Yad Vashem bzw. am ICHEIC Forum.

Die deutschsprachige Abteilung der ISHS stellt für die Partnerschulen Ansprechpartner auf organisatorischer und pädagogisch-inhaltlicher Ebene bereit. Die Seminarabsolvent/innen der Partnerschulen werden vom Team der ISHS als zentrale Anlaufstellen für Kooperationsprojekte jeglicher Art betrachtet und werden (zusätzlich zum E-Newsletter) persönlich zu relevanten Terminen und Veranstaltungen eingeladen.

Bewerbungsvoraussetzungen:

  1. Mindestens ein/e Kolleg/in, die an einem Fortbildungsseminar an der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem teilgenommen hat.
  2. Mindestens ein pädagogisches Projekt in Kooperation mit Yad Vashem vor dem Zeitpunkt der Bewerbung.
  3. Realisierung von mindestens zwei der oben aufgeführten Projektmöglichkeiten pro Jahr.

Eine Vernetzung der Yad Vashem/ICHEIC Partnerschulen untereinander soll unter anderem durch einen jährlichen Bericht an die jeweilige Schulleitung unterstützt werden, in dem die deutschsprachige Abteilung der ISHS die Aktivitäten ihrer Partnerschulen kurz zusammenfasst.

Jede Yad Vashem/ICHEIC Partnerschule erhält ein Zertifikat, das die Partnerschaft mit Yad Vashem ausweist.

Wir freuen uns auf diese neue Form der Zusammenarbeit und hoffen auf einen lebendigen, kollegialen Austausch mit unseren Partnerschulen.

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