Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS)

Nachrichten aus den deutschsprachigen Ländern



Drittes überregionales Netzwerk-Seminar im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

Drittes überregionales Netzwerkseminar am
Lern- und Gedenkort Schloss HartheimDrittes überregionales Netzwerkseminar am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

Von 12. bis 14. April fand in Österreich das dritte überregionale Netzwerk-Seminar für SeminarabsolventInnen der International School for Holocaust Studies/Yad Vashem in Kooperation mit dem Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim statt. Am ersten Tag des Seminars beschäftigten sich die insgesamt 24 Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit der Geschichte des Ortes und besichtigten die Gedenkstätte für die Opfer der NS-Euthanasie und die Ausstellung „Wert des Lebens“. Am zweiten Tag standen insbesondere pädagogische Ansätze zur Auseinandersetzung mit Tätern und Täterinnen im Mittelpunkt, während der dritte Tag sich der Frage widmete, wie auch zukünftig eine Vernetzung zwischen ehemaligen SeminarteilnehmerInnen unterstützt werden kann.

Auszug einer Yad Vashem Publikation im Lehrbuch „Moment mal!“ (Klett Verlag) erschienen

Der Klett Verlag hat in seinem neu erschienenen Lehrbuch „Moment mal!“ für Evangelische Religion (Gymnasium) einen Auszug des von der International School for Holocaust Studies/Yad Vashem herausgegebenen Buches „Die Tochter, die wir uns immer gewünscht haben. Die Geschichte von Marta“ veröffentlicht.
Der Verlag wirft im Zusammenhang mit der Yad Vashem Publikation die Frage nach den Zusammenhängen zwischen Politik und Kirche auf und regt die LeserInnen unter anderem dazu an, über das Verhältnis von Christen und Juden während der Zeit des Nationalsozialismus nachzudenken.
Die Geschichte von Marta wurde vom Desk für die deutschsprachigen Länder im Jahr 2008 publiziert. Sie eignet sich für LeserInnen ab 12 Jahren und erzählt von einem jüdischen Mädchen, das die Shoah unter falscher Identität als katholisches Mädchen in Warschau überlebt.
Um das Buch „Die Tochter, die wir uns immer gewünscht haben. Die Geschichte von Marta“ (Hg. Yad Vashem 2008) zu bestellen, klicken Sie bitte hier.
Um sich den Auszug des Buches im Lehrbuch „Moment mal!“ (Hg. Klett Verlag) anzusehen, klicken Sie bitte hier.

Zweites Jahrbuch des International Tracing Service (ITS) erschienen

Soeben ist das zweite Jahrbuch des International Tracing Service (ITS) im Göttinger Wallstein Verlag erschienen. Der Band beschäftigt sich unter wissenschaftlicher und pädagogischer Perspektive mit frühen Zeugnissen von Überlebenden und dem Umgang mit Quellenbeständen aus verschiedenen Archiven und Erinnerungsorten. Unter anderem findet sich darin ein Artikel von Dr. Tobias Ebbrecht, indem in dem er audiovisuelle Überlebendenzeugnisse aus Yad Vashem, unter anderem die DVD Reihe „Witnesses and Education“ und den YouTube Channel der Gedenkstätte vorstellt.

Freilegungen. Überlebende-Erinnerungen-Transformationen (gleich Jahrbuch des International Tracing Service Band 2), Hg. v. Rebecca Boehling, Susanne Urban, René Bienert. Wallstein Verlag 2013

Umfrage zur Nutzung von Archivmaterialien zum Holocaust

Die International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), die Nachfolgeorganisation der 1998 gegründeten Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research, führt derzeit eine Umfrage zur Nutzung von Archivmaterialien zum Holocaust durch. Diese Umfrage möchte feststellen, welche Schwierigkeiten es gibt, in Archiven und anderen Aufbewahrungsorten weltweit Materialien zum Holocaust zu erhalten und zu benutzen. In Frage kommen Dokumente verschiedenster Formate, darunter auch Interviews (Film- oder Tonaufnahmen), Veröffentlichungen, Fotos, Filme und Musikaufnahmen. Um zur Umfrage zu gelangen, klicken Sie bitte hier.

Ausstellungseröffnung „Ortsbegehung“ in Freiberg

Im sächsischen Freiberg wurde am 24. Juni 2013 auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Außenlager der Freia GmbH von Schülern des sich heute an diesem Ort befindenden beruflichen Schulzentrums „Julius Weisbach“ eine Gedenkwand eingeweiht. An der feierlichen Eröffnung nahmen auch zwei Überlebende des Lagers, Helga Weissová (83) und Lisa Miková (91), aus Prag teil, die zwischen Oktober 1944 und April 1945 als Häftlinge zur Zwangsarbeit in dem Lager gezwungen wurden. Bis zum 31. Januar ist außerdem die begleitende Ausstellung „Ortsbegehung“ zu sehen, die von Schülern des beruflichen Schulzentrums konzipiert und von der Geschichtslehrerin Maria-Gabriele Lippmann, Absolventin einer Fortbildung in Yad Vashem, begleitet wurde. Hintergründe zur Gedenkwand und der Ausstellung finden Sie hier. Ort: Berufliches Schulzentrum „Julius Weisbach“, Schachtweg 2 in Freiberg. Kontakt für Führungen durch die Ausstellung: (+49) 03731 301500.