Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS)
E-Newsletter für die deutschsprachigen Länder
Juden im deutschsprachigen Raum nach 1945
„Nicht zurück, sondern in die DDR gegangen“
Perspektiven jüdischer KommunistInnen auf Remigration und Antisemitismus in der SBZ und frühen DDR
„Lass die fernen Orte zu dir kommen...“
Aharon Appelfeld begibt sich in „Der Mann, der nicht aufhörte zu schlafen“ auf eine Spurensuche in zwei Welten mit zwei Sprachen
Mit freundlicher Unterstützung der Erste Bank
Versuch einer Selbstverortung
Jüdische Studierendenverbände im Nachkriegsdeutschland
Nachrichten aus den deutschsprachigen Ländern
- Vorstellung des Geschichtskoffers "Das KZ Ravensbrück und seine Außenlager in Mecklenburg-Vorpommern“
- Zweites überregionales Nezwerk-Seminar am International Tracing Service in Bad Arolsen
- Tagungsband „Kinder und Zeitgeschichte: Jüdische Geschichte und Gegenwart, Nationalsozialismus und Antisemitismus“ in der online Zeitschrift "widerstreit-sachunterricht" veröffentlicht
- Projekttag in Berlin zum 100. Geburtstag von Raoul Wallenberg
Impressum
Inhalt und Schlussredaktion: Deborah Hartmann
Textredigierung: Dr. Noa Mkayton, Anna Stocker, Katharina Sufryd, Christin Zuehlke, Gabriele Fischer
Design und Produktion: Stephanie Amara, Liz Elsby, Lilach Orpeli
Kontakt: germany.education@yadvashem.org.il

Der folgende Text ist eine Retrospektive auf die Remigrationsgeschichte jüdischer KommunistInnen in die Sowjetische Besatzungszone (SBZ) und die Deutsche Demokratische Republik (DDR). Er soll zeigen, welche Perspektiven die jüdischen RückkehrerInnen auf den damals nach wie vor existenten Antisemitismus hatten und wie sie mit den Widersprüchen der sich gerade gründenden DDR zwischen 1945 und den frühen 1950er Jahren umgegangen sind. Esther Rachow stellt in ihrem Artikel die Ergebnisse einer Oral History Studie vor, die im Rahmen einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit im Fach Public History an der Freien Universität Berlin erarbeitet wurde. Mehr...
Aharon Appelfeld, israelischer Schriftsteller und Überlebender des Holocaust, war acht Jahre als, als er seinen Geburtsort in der Nähe von Czernowitz verlassen musste, nachdem seine Mutter von rumänischen Soldaten ermordet worden war. Mit seinem Vater musste sich Appelfeld auf eine Odysee durch verschiedene Lager und Ghettos begeben, bevor er nach der Befreiung in einem Displaced Persons Lager in Italien strandete, von wo er in das heutige Israel einwanderte. Appelfelds Muttersprache war Deutsch. Mit seinen Großeltern sprach er Yiddisch. Seine Nachbarn sprachen mit ihm Ukrainisch. Die Amtssprache der Regierung war Rumänisch. Appelfeld besuchte nur ein Jahr die Schule. Dann zerbrach seine Welt. Ohne Bildung, ohne eine richtig erlernte Sprache, in der sich seine Erfahrungen ausdrücken ließen, kam er 1946 nach Israel. Mehr...
Die ersten jüdischen Studentenverbände wurden bereits kurz nach Kriegsende in Deutschland gegründet. Dennoch wurde das Wirken jüdischer Studierendenverbände in Deutschland in der bisherigen Geschichtsschreibung weitgehend vernachlässigt. Selbst in Monografien oder Sammelbänden zu jüdischem Leben in Deutschland nach 1945 finden sie kaum oder gar keine Erwähnung. Uriel Kashi beschreibt in seinem Beitrag die Geschichte der jüdischen Studierendenverbänden der 50er und 60er Jahre der Bundesrepublik Deutschland und gibt so einen Einblick in das Leben junger Juden in den ersten Jahrzehnten nach Ende des zweiten Weltkrieges. Mehr...
Was bedeutet es viele für junge Menschen im Jahr 2012 jüdisch zu sein? Der vorliegende Essay versucht sich dieser komplexen Frage anzunähern. Romina Walloch schildert die Gefühls- und Gedankenwelt, die viele junge Juden in der Diaspora, wenn auch in variierter Form, miteinander teilen, ohne dabei für alle sprechen zu wollen. Welche Rolle spielen dabei die Politik, die Mehrheitsgesellschaft, die Vergangenheit und der Staat Israel? Diese Fragen werden in dem Artikel auf sehr persönliche Weise beantwortet. Gleichzeitig plädiert der Beitrag für mehr Unverkrampftheit und Ehrlichkeit. Mehr...


