Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS)

Nachrichten aus den deutschsprachigen Ländern



Die Hessische Kultusministerin Dorothea Henzler und Arik Rav-On (Yad Vashem) bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung am 24. Mai 2012 in Wiesbaden.Die Hessische Kultusministerin Dorothea Henzler und Arik Rav-On (Yad Vashem) bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung am 24. Mai 2012 in Wiesbaden.

“Joint Declaration of Intent“ zwischen Yad Vashem, dem Hessischen Kultusministerium, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, den Gedenkstätten Breitenau, Hadamar, Trutzhain, DIZ Stadtallendorf sowie dem Pädagogischen Zentrum des Fritz-Bauer-Instituts und dem Jüdischen Museum Frankfurt

Am 24. Mai 2012 haben die Hessische Kultusministerin Dorothea Henzler und Arik Rav-On (Yad Vashem) eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die den Austausch zwischen dem Land Hessen und Yad Vashem fördern soll. Die Vereinbarung sieht unter anderem regelmäßige Fortbildungen für Lehrer und Lehrerinnen zum Thema Holocaust vor. Die Kooperationsvereinbarung hat außerdem das Ziel, den Austausch zwischen Yad Vashem und den Gedenkstätten und Institutionen des Land Hessen zu stärken.


Neue Internet Plattform in NRW: Netzwerk Erziehung nach Auschwitz

Am 5. Juni 2012 wurde im Rahmen eines zweitägigen Vorbereitungsseminars für die im Oktober stattfindende Lehrerfortbildung aus NRW in Yad Vashem/Israel, von Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller, eine Internet-Plattform für die Teilnehmer aller bisheriger Seminare freigeschaltet. Die Plattform, welche von Sabine Konevic betreut wird, soll den Erfahrungsaustausch ehemaliger Teilnehmerinnen und Teilnehmer der gleichnamigen Lehrerfortbildungsmaßnahme in Nordrhein-Westfalen ermöglichen.

Orientiert an aktuellen Diskussionen und Entwicklungen der Holocaustdidaktik soll diese Internetplattform zur Weiterbildung eigener Handlungskompetenzen anregen, indem sie

  • Beispiele gelungener Umsetzung von Unterrichtsprojekten vorstellt,
  • zu einem Erfahrungsaustausch anregt,
  • auf aktuelle Problemfelder aufmerksam macht.

Die Plattform kann unter folgenden Link aufgerufen werden.


ICHEIC Förderung: Weg von hier... Linz - Shanghai – Israel. Stationen im Leben der Linzer Jüdin Ilse Mass

Weg von hier...

Gefördertes Projekt ehemaliger Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer

Ein Team engagierter Volksschul-Pädagoginnen hat die Lebensgeschichte der Linzer Jüdin Ilse Mass als Kinderbuch für Leserinnen und Leser im Grundschulalter aufgearbeitet. Methodisch folgt das Buch dem Ansatz der International School for Holcoaust Studies, das Thema Holocaust für junge Lernende biographisch aufzubereiten. Erzählt wird die Geschichte von Ilse Mass, die nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich 1938 als Zehnjährige gemeinsam mit ihrer Familie zunächst nach Wien und später nach Shanghai floh. Dort überlebte sie den Zweiten Weltkrieg. Gemeinsam mit ihrer Mutter wanderte sie 1949 nach Israel aus, wo sie sich ein neues Leben aufbauen konnte, heiratete und einen Sohn bekam.
Aufgrund seiner Anbindung an das lokale Umfeld von Linz und Umgebung eignet sich das Lehrmaterial besonders für Kinder aus Linz und Umgebung für eine Erstbegegnung mit dem Thema Holocaust. Die Ausstattung des Buches ist allerdings so professionell und hochwertig, dass die Lektüre generell für junge Leserinnen und Leser im Grundschulalter zu empfehlen ist. Das Buch enthält historische sowie aktuelle Fotografien, farbige Illustrationen sowie ein Glossar. Für Lehrende steht eine Webseite mit pädagogischen Hinweisen und Zusatzmaterialien zur Verfügung: www.weg-von-hier.at
Das Buch erschien 2012 im Wagner Verlag.
Projektleitung: Getraud Hoheneder
Projektrealisierung: 2012


Artikel von Uriel Kashi über Yad Vashem

In der Beilage der Wochenzeitung „Das Parlament“ „Aus Politik und Zeitgeschichte“ welche von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben wird, erschien im August eine Ausgabe zum Schwerpunktthema Nationalsozialismus. Uriel Kashi, ehemaliger Mitarbeiter der International School for Holocaust Studies, hat darin einen Artikel über die Gedenkstätte Yad Vashem verfasst. Der Artikel kann unter folgendem Link aufgerufen werden.