Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS)

Neues aus Yad Vashem



Vera Dotan mit ihren Enkelkindern  Ofek Dotan-Cohen und Miki Dotan-Cohen (Quelle: Yedioth Achronot/Foto: Abigail Uzi)Vera Dotan mit ihren Enkelkindern Ofek Dotan-Cohen und Miki Dotan-Cohen (Quelle: Yedioth Achronot/Foto: Abigail Uzi)



Fotoprojekt der israelischen Tageszeitung Yedioth Achronot mit der Überlebenden Vera Dotan

Anlässlich des israelischen Holocaustgedenktags am 19. April 2012 führte die Tageszeitung Yedioth Achronot ein besonderes Fotoprojekt durch, bei dem Holocaustüberlebende mit ihren Urenkelkindern fotografiert wurden. Zu jedem Foto wurde ein Brief abgedruckt, den die Überlebenden an ihre Urenkel geschrieben haben.
Eine der Fotografierten ist Vera Dotan, die vielen unserer Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmern bekannt ist – einige von ihnen stehen mit Vera in kontinuierlichem Kontakt.
Klicken Sie hier, um zu dem Artikel zu gelangen.
Mit freundlicher Genehmigung von Yedioth Achronot.




„Was geht mich die Geschichte an?“ Neues Unterrichtsmaterial der deutschsprachigen Abteilung der ISHS

„Was geht mich die Geschichte an?“

„Was geht mich die Geschichte an?“

Wie bereits im Newsletter von Dezember 2011 angekündigt, hat der Desk für die deutschsprachigen Länder ein neues Unterrichtsmaterial mit dem Titel „ ‚Was geht mich die Geschichte an?‘ Den Holocaust im 21. Jahrhundert unterrichten“ konzipiert. Die Unterrichtseinheit ist für Schüler und Schülerinnen ab der 9. Jahrgangsstufe aller Schularten geeignet. Das Material orientiert sich an den erfolgreich erprobten pädagogischen Grundsätzen der Arbeit in Yad Vashem, versucht diese aber zugunsten einer multiperspektivischen und vor allem transnationalen Sicht auf die Geschichte der Shoah zu erweitern. Auf diese Weise sollen neue Aspekte und Facetten dieser Geschichte erzählt werden, die vielfältige Bezüge, aber auch produktiv zu machende Unterschiede zur Lebenssituation der Lernenden eröffnen. Im Zentrum steht dabei das erprobte Lernen mit biographischen Lebensgeschichten. In dem Artikel des aktuellen Newsletters „Kein Jude blieb ohne Schutz eines Albaners“ wird eine der erzählten Biografien näher vorgestellt.
Wenn Sie Interesse daran haben, die Unterrichtseinheit zu bestellen, wenden Sie sich bitte an Dr. Noa Mkayton.


Deutsche Journalisten in Yad Vashem

Daniel Rozenga (re.) führt Journalisten aus Deutschland durch das Museum der Geschichte des Holocaust in Yad Vashem. Links im Bild: Kai Diekmann (BILD), der das Projekt initiierte und die Gruppe zusammenstellte.Daniel Rozenga (re.) führt Journalisten aus Deutschland durch das Museum der Geschichte des Holocaust in Yad Vashem. Links im Bild: Kai Diekmann (BILD), der das Projekt initiierte und die Gruppe zusammenstellte.

Vom 15. bis 19. April 2012 fand am Desk für die deutschsprachigen Länder erstmals ein Seminar für Journalisten aus Deutschland statt. Durch die freundschaftlichen Verbindungen, die zwischen dem Haus Springer und Yad Vashem bestehen, war es möglich, 15 Vertreter der deutschen Printmedien (u.a. Spiegel, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Tagesspiegel, Bild, Welt, Sächsische Zeitung, Berliner Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Focus, Cicero, Rheinische Post) an der ISHS zu begrüßen und ihnen in komprimierter Form die verschiedenen Tätigkeitsfelder der Gedenkstätte vorzustellen.
Neben historischen Vorträgen zu Themen wie „Der Holocaust in zeitgenössischen Medien“ (David Silberklang) hatten die Teilnehmer Gelegenheit, einen Einblick in die pädagogischen Debatten an der ISHS zu gewinnen, das Historische Museum sowie das Kunstmuseum Yad Vashems zu besuchen, mit israelischen Politikern und Journalisten zusammenzutreffen sowie an der offiziellen Staatszeremonie zum israelischen Holocaustgedenktag in Yad Vashem teilzunehmen. Trotz des gedrängten und oftmals hektischen Tagesablaufs während dieser – für Yad Vashem immer besonderen – Woche des Jahres entstand eine durchwegs positive und fruchtbare Seminaratmosphäre, in der viele aktuelle Themen, die die öffentliche Debatte in Deutschland und Israel prägen, zur Sprache gebracht wurden.
In einem Dankesschreiben der Gruppe an die Verantwortlichen beschrieben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Erfahrung dieses Seminars als „sehr, sehr beeindruckend, begeisternd, berührend“. Auch für das Team in Yad Vashem wurde dieses Seminar als außergewöhnlich positive Erfahrung eingestuft, nicht zuletzt deshalb, weil nur durch die konstruktive Zusammenarbeit unterschiedlichster Abteilungen innerhalb Yad Vashems ein Seminar wie dieses möglich gemacht werden konnte.


Villa ten Hompel in Yad Vashem

Während eines pädagogischen Workshops bei der Gruppenarbeit.Während eines pädagogischen Workshops bei der Gruppenarbeit.

Vom 9. bis 18. März war das pädagogische Team der Villa ten Hompel (Münster, Nordrhein-Westfalen) zu einem Seminar an der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem zu Gast. Die meisten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren Studenten, die als Freelancer und Teamer an der Villa ten Hompel arbeiten. Schwerpunkte des Programms waren demnach auch die Diskussion pädagogischer Ansätze und Methoden, sowie ein Einblick in die pädagogische Arbeit der Gedenkstätte Yad Vashem.

Yiftach Ashkenazy (Yad Vashem) mit der Gruppe aus der Villa ten Hompel bei einem Rundgang über das Gelände von Yad Vashem.Yiftach Ashkenazy (Yad Vashem) mit der Gruppe aus der Villa ten Hompel bei einem Rundgang über das Gelände von Yad Vashem.

Das Seminar wurde in Zusammenarbeit mit Villa ten Hompel, Franz-Hitze-Haus und der ISHS geplant. Der professionelle Austausch zwischen den Gedenkstättenmitarbeitern, die an so grundverschiedenen Institutionen arbeiten, wurde von beiden Seiten als überaus fruchtbare Bereicherung gesehen. Die Ansätze und Erfahrungen der Villa ten Hompel, eines der wenigen Lernorte in Deutschland, der sich seit Jahren schwerpunktmäßig der Thematik der Täter, Profiteure und Mitläufer widmet, haben einen gerade erst begonnenen Prozess an der ISHS belebt, der die Auseinandersetzung mit der Täterthematik auch in Yad Vashem zum Gegenstand hat.
Bitte klicken Sie hier, um einen Artikel zum Seminar auf der Homepage der Villa ten Hompel zu lesen.