Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS)
E-Newsletter für die deutschsprachigen Länder
Täter, Mitäufer, Zuschauer. Pädagogische Ansätze und Materialien
Liebe Leserinnen und Leser,
Ich freue mich, Ihnen heute eine neue Ausgabe unseres deutschsprachigen E-Newsletters präsentieren zu können, der sich dieses Mal schwerpunktmäßig mit der Einbeziehung der Täterperspektive in den pädagogischen Umgang mit dem Holocaust beschäftigt. Mehr...
„Mit den Augen der Täter“
Zum Umgang mit Fotografien aus der Zeit des Holocaust im Geschichtsunterricht
Wie Textquellen sind historische Fotografien Zeichengefüge, die vom Betrachter entschlüsselt werden müssen. Wie Textquellen sind sie auch Datenträger von Vergangenem, weshalb Fotografien z. B. in den Kriegsverbrecherprozessen nach 1945 als Beweismittel eine wichtige Rolle spielten. Mehr...
„Wenn man sich mit diesem Thema auseinandersetzt, ist das eine lebenslange Beschäftigung“
Der Literaturwissenschaftler und Leiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung Professor Dr. Jan Philipp Reemtsma wurde 1952 als Sohn des Zigarettenfabrikanten Phillip Fürchtegott Reemtsma in Bonn geboren. Er ist Literaturwissenschaftler, Philologe, Publizist und Autor einer Reihe von Beiträgen zu den Themenfeldern Gewalt, Nationalsozialismus, Philosophie und Literatur. Nach dem Tod seines Vaters ließ sich Jan Phillip Reemtsma den Erbteil am väterlichen Unternehmen auszahlen, da er nicht Teilhaber einer Firma sein wollte, die während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter beschäftigt hatte. Seitdem fördert er als Mäzen eine ganze Reihe von wissenschaftlichen und kulturellen Initiativen inner- und außerhalb Deutschlands. Im Gespräch mit Johannes Beermann und Carsten Hochmuth, das im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten des neuen Gebäudetrakts der International School for Holocaust Studies geführt wurde, äußert sich Reemtsma über die Erinnerung an den Holocaust und die Bedeutung der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Mehr...
„Ich weiß, dass die Zeit gegen mich ist.“
Efraim Zuroffs autobiographischer Bericht „Operation Last Chance. Im Fadenkreuz des »Nazi-Jägers«“
Befragt nach dem Grund, weshalb er nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht zu seiner ursprünglichen Tätigkeit als Architekt zurückgekehrt sei sondern sich dazu entschieden habe, Nazis zu verfolgen, antwortete der im Jahr 2005 verstorbene Simon Wiesenthal folgendes: Er sei zwar kein gläubiger Mensch aber dennoch davon überzeugt, dass es eine Welt nach dem Tod gebe. Mehr...
Jenseits des Nahostkonflikts
Aktuelle Bücher über Israel
Vielleicht ist es die nicht abnehmende Omnipräsenz von Israel in unserer gegenwärtigen Medienlandschaft mit ihren stereotypen Zuschreibungen und Bildern, die immer öfter Journalisten dazu bringt, einen anderen Zugang zur Komplexität und Vielschichtigkeit des kleinen Landes im Nahen Osten zu suchen. Mehr...
Neues aus Yad Vashem
In dieser Rubrik finden Sie Informationen über aktuelle Projekte der Gedenkstätte Yad Vashem, neue Angebote und Materialien sowie jüngste Entwicklungen in der International School for Holocaust Studies.
- „Reading Together“ – Ein gemeinsames Lese- und Lernprojekt mit einer deutschen und einer israelischen Schulklasse über Internet
- Videokonferenz in Yad Vashem mit dem Überlebenden Pessah Anderman
- Die Erinnerung muss wach gehalten werden Internationale Posterausstellung während des Paul Spiegel Filmfestivals in Düsseldorf zu sehen
- Eröffnung des neuen Schulflügels der International School for Holocaust Studies
- Neue Unterrichtseinheit: „Der Bildhauer Deutschlands“ - Propaganda und die Bildenden Künste im Dritten Reich
Mit freundlicher Unterstützung der Erste Bank
Filmdokumente von Deportationen
Zum Umgang mit Filmaufnahmen von Tätern der Deportationen aus Stuttgart und Dresden
Die Verschleppung der Juden aus ganz Europa in die Konzentrations- und Vernichtungslager ist ein zentraler Bestandteil der nationalsozialistischen Verbrechen und markiert den Beginn der systematischen und geplanten Ermordung der europäischen Juden. Während von den Deportationen zahlreiche schriftliche Quellen, wie Transportberichte und Fahrpläne erhalten geblieben sind und das sich Zugetragene in den Erinnerungen von Überlebenden geschildert wird, sind von dem historischen Ereignis selbst nur wenig Foto- und Filmmaterial bekannt. Dr. Tobias Ebbrecht stellt drei Filme von Deportationen aus den Jahren 1941 und 1942 vor, die in Hildesheim, Stuttgart und Dresden entstanden. Dabei geht er auch auf die Schwierigkeiten des Umgangs mit Filmmaterial ein, das die Perspektive der Täter und Zuschauer zeigt. Mehr...
„Euer Euch liebender Papi.“
Ein Bericht von den Recherchen zur Geschichte des Essener Reserve-Polizeibataillons 67
Während des Zweiten Weltkrieges war das Reserve-Polizeibataillon 67 aus Essen u.a. im Distrikt Lublin eingesetzt und dort an Verbrechen gegen Juden und die polnische Zivilbevölkerung beteiligt gewesen. Klaus Dönecke und Hermann Spix rekonstruieren in einem Forschungsprojekt die Geschichte des Bataillons und der darin organisierten Polizisten. Dazu recherchierten sie in verschiedenen Archiven in Europa und Israel. Eine wichtige Quelle für ihre Forschungsarbeit bilden Feldpostbriefe, die die Polizisten nach Hause schickten. In seinem Beitrag berichtet Hermann Spix über die Geschichte des Bataillons und von ihren Forschungsergebnissen und stellt dabei auch Ausschnitte aus den Briefen von Kurt Dreyer, Wachtmeister der Reserve und Mitglied des Reserve-Polizeibataillons 67, vor. Mehr...
Bilder der Tat
Pädagogische Handreichung zum Umgang mit historischen Fotografien im Unterricht
Die nationalsozialistischen Verbrechen an den Juden fanden nicht im Verborgenen statt. Neben schriftlichen Dokumenten und Aussagen von Zeugen ist uns auch eine große Zahl fotografischer Quellen aus der Zeit des Nationalsozialismus zugänglich, die uns insbesondere vom Geschehen an konkreten Orten erzählen können. Gemacht wurden solche Fotos zumeist von Tätern, Mitläufern und Zuschauern. Eine neue Handreichung zum Umgang mit fotografischen Quellen zur Verfolgung und Ermordung der Juden in Europa von Christoph Kreutzmüller und Julia Werner versucht nun solche Fotografien für die pädagogische Auseinandersetzung nutzbar zu machen. Mehr...
Nachrichten aus den deutschsprachigen Ländern
In dieser Rubrik berichten wir über Aktivitäten unserer Partner in den deutschsprachigen Ländern, Projekt- und Studientage, Fortbildungen, Vernetzungen und aktuelle Entwicklungen.
Termine
Hier finden Sie aktuelle Termine von Aktivitäten in den deutschsprachigen Ländern, Fortbildungen, Tagungen und Studientagen in den nächsten Monaten.
Impressum
Inhalt und Schlussredaktion: Deborah Hartmann
Textredigierung: Dr. Noa Mkayton, Anna Stocker
Design und Produktion: Stephanie Amara, Liz Elsby, Itamar Babad
Kontakt: germany.education@yadvashem.org.il




