Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS)

Nachrichten aus den deutschsprachigen Ländern



Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kultusministerium Baden-Württemberg, dem Südwestdeutschen Lehrerinnen- und Lehrerverband für historische, politische und ökonomische Bildung, der Landeszentrale für politische Bildung und der International School for Holocaust Studies im November 2011 unterzeichnet

Prof. Roland Wolf (SWL), Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer, Arik Rav-On  (Yad Vashem) und Lothar Frick (LpB) mit der unterzeichneten KooperationsvereinbarungProf. Roland Wolf (SWL), Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer, Arik Rav-On (Yad Vashem) und Lothar Frick (LpB) mit der unterzeichneten Kooperationsvereinbarung

Am 25. November 2011 hat Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer gemeinsam mit der International School for Holocaust Studies Yad Vashem, dem Südwestdeutschen Lehrerinnen- und Lehrerverband für historische, politische und ökonomische Bildung und der Landeszentrale für politische Bildung eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Kooperationsvereinbarung sieht regelmäßige Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer zum Thema Holocaust vor. Themenschwerpunkte dieser Fortbildungen sind unter anderem „Jüdisches Leben vor, während und nach dem Holocaust“, der „Umgang mit Augenzeugenberichten“ und Ansätze der „Gedenkstättenpädagogik“. Prof. Roland Wolf, Vorsitzender des Südwestdeutschen Lehrerinnen- und Lehrerverbands betonte außerdem: „Das pädagogische Angebot aus Yad Vashem ermöglicht authentische Einblicke, wie der Holocaust aus jüdischer und israelischer Perspektive erlebt wurde und was er für Spuren hinterlassen hat.


Gemeinsame Vereinbarung zwischen dem bayrischen Kultusministerium, dem israelischen Bildungsministerium und Yad Vashem

Am 9. November 2011 wurde in Jerusalem vom bayrischen Kultusminister Ludwig Spaenle, der derzeit Vizepräsident der Kultusministerkonferenz ist, dem israelischen Bildungsminister Gideon Sa´ar und dem geschäftsführenden Direktor Yad Vashems Avner Shalev eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet. Dieses „Memorandum of Understanding“ sieht unter anderem einen intensiveren Schüler- und Lehreraustausch zwischen Bayern und Israel vor und soll die Zusammenarbeit zwischen Yad Vashem, der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und der bayerischen Einrichtungen zur Zeitgeschichte wie den KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg fördern.


Fortbildung und Studientag in Essen vom Evangelischen Schulreferat in Kooperation mit der ISHS, Yad Vashem

Am 21. November 2011 veranstaltete das Schulreferat des Ev. Kirchenkreises Essen in Zusammenarbeit mit der International School for Holocaust Studies Yad Vashem im Haus der Kirche einen Studientag zum Thema „Die Shoah im Unterricht heute“. Rund 60 Pädagoginnen und Pädagogen aus Essen und anderen Städten Nordrhein-Westfalens hatten die Möglichkeit, lokale Geschichtsorte wie die Alte Synagoge, den Jüdischen Friedhof oder die Gedenkstätte im Essener Landgericht zu besuchen und dort praktizierte pädagogische Konzepte kennenzulernen. Zuvor präsentierte Deborah Hartmann von der deutschsprachigen Abteilung der ISHS die israelische Gedenkstätte Yad Vashem und zeichnete ihre Geschichte im Kontext der Erinnerung an die Shoah in Israel nach. Daran knüpfte am Nachmittag Daniel Rozenga von der ISHS mit seinem Vortrag über das pädagogische Konzept Yad Vashem an. Die darin skizzierten Ansätze einer anhand von biographischen Narrativen vermittelten Geschichte des Holocaust, die auch die Zeit vor und nach der Verfolgung mit einschließt, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann in drei Workshops vertiefen, in denen Materialien und methodische Ansätze bearbeitet wurden. Zum Abschluss des von Schulreferent Dietmar Klinke und der Religionspädagogin Dr. Lioba Zodrow konzipierten Studientages stellte der Medienwissenschaftler Dr. Tobias Ebbrecht in einem Vortrag Zugänge zur Arbeit mit Videozeugnissen von Überlebenden vor.