Die Internationale Schule für Holocaust-Studien (ISHS)

Neues aus Yad Vashem



Personalwechsel in der deutschsprachigen Abteilung der ISHS

Seit Februar 2011 ist Deborah Hartmann als pädagogische Mitarbeiterin der International School for Holocaust Studies für die deutschsprachigen Länder von Berlin aus tätig. Sie löst damit Tobias Ebbrecht ab, der in den letzten Jahren die pädagogische Abteilung von Yad Vashem in Deutschland vertreten hatte. Deborah Hartmann war bisher als pädagogische Mitarbeiterin in Jerusalem für die Erstellung von Unterrichtsmaterialien und die Organisation und Leitung von Lehrerfortbildungsseminaren zuständig. Deborah Hartmann wird ihre bisherigen Tätigkeiten wie gewohnt fortsetzen und koordiniert zudem die Aktivitäten von Graduierten der Fortbildungsseminare und bemüht sich um eine entsprechende Vernetzung. Tobias Ebbrecht setzt seine Tätigkeit als Filmwissenschaftler an der Bauhausuniversität Weimar fort. Gerade ist seine Promotionsschrift Geschichtsbilder im medialen Gedächtnis. Filmische Narrationen des Holocaust im Bielefelder Transcript Verlag erschienen.

In der deutschsprachigen Abteilung der International School for Holocaust Studies hat Anna Stocker die Nachfolge des langjährigen Mitarbeiters Uriel Kashi angetreten. Anna Stocker wird neben dem Yad Vashem Onlinekurs auch mit der Organisation von Fortbildungsseminaren und der Ausarbeitung von Workshops betraut sein. Uriel Kashi hat seine neue Tätigkeit als Reiseleiter in Israel angetreten (www.reiseleiter-israel.de).

Die International School for Holocaust Studies begrüßt Anna Stocker zu ihrer neuen Tätigkeit und wünscht Deborah Hartmann für ihre Aufgaben in den deutschsprachigen Ländern viel Erfolg. Yad Vashem dankt Uriel Kashi und Tobias Ebbrecht für ihr langjähriges Engagement und wünscht ihnen für ihre neuen Aufgaben viel Erfolg.


Zugfahrten in den Untergang – Shoah (Holocaust) Deportation Database

Seit 2007 leitet das Internationale Institut für die Erforschung des Holocaust Yad Vashem ein Forschungsprojekt über die Deportation von Juden. Dabei werden diese Transporte als umfassendes, überstaatliches Phänomen und nicht im Rahmen von Holocauststudien zu einem bestimmten Land oder einer gewissen Gemeinde betrachtet. Die Transporte werden als historisches Ereignis von eigener Bedeutung und nicht nur als technische Umsetzungsphase betrachtet, während derer Juden von einem Ort zum anderen verschleppt wurden. Für die Umsetzung des recht vagen Konzepts von der "Endlösung der Judenfrage" waren die Transporte von ganz wesentlicher Bedeutung.

Anhand der vorliegenden Informationen über die Transporte werden sämtliche Transporte während des Holocaust aus dem deutschen Reichsgebiet, den besetzten Ländern, den Achsenmächten und wechselnder Bündnispartner rekonstruiert. Dabei bilden Zeitdokumente, Forschungen, juristische Dokumente, Zeugenaussagen und Memoiren die faktische Grundlage.

http://db.yadvashem.org/deportation/search.html?language=de


Kooperation zwischen Yad Vashem und Google

Ein neues Projekt soll in Zukunft den Zugang zu den in Yad Vashem gesammelten Dokumenten über die Zeit des Holocaust erleichtern. In Zusammenarbeit mit der Internetsuchmaschine Google verbessert Yad Vashem zunächst einmal den Zugang zu seiner umfangreichen Fotokollektion. 130.000 Fotografien aus dem Yad Vashem Archiv werden online und in voller Auflösung einsehbar sein und stehen für die Forschung und pädagogische Arbeit zur Verfügung. Insbesondere die interaktive Arbeit mit den Bilddokumenten soll verbessert werden. In Zukunft soll es mit Hilfe spezieller Bilderkennungsproramme möglich sein, abgebildete Menschen zu erkennen. Die Nutzer sollen außerdem die Möglichkeit haben, die Fotografien zu kommentieren, um auf diese Weise die Geschichten hinter den Aufnahmen sichtbar zu machen und an die Menschen und ihr Schicksal zu erinnern, die darauf abgebildet sind.

http://collections1.yadvashem.org/search.asp?lang=ENG