Die Halle der Namen
Die Halle der Namen
- Startseite
- Die Namen der Holocaustopfer
- Über die Halle der Namen
- Über die Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer
- Was sind Gedenkblätter?
Über die Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer
Die Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer ist ein einzigartiges internationales Projekt, das von Yad Vashem geleitet wird. Es handelt sich um das Bemühen, den Namen jedes einzelnen Holocaustopfers sicherzustellen und seine Lebensgeschichte zu rekonstruieren. Es ist unsere moralische Pflicht, den letzten Wunsch der Opfer zu erfüllen und ihrer zu gedenken. Die Anzahl der Juden, die in der Datenbank erfasst sind, beträgt zurzeit schätzungsweise 4 Millionen. Die Datenbank besteht aus Gedenkblättern, historischen Dokumenten und weiteren Quellen.
Millionen von Namen, die in historischen Dokumenten erwähnt werden, sind noch nicht identifiziert oder in der Datenbank erfasst worden, viele weitere Namen bestehen noch im Gedächtnis von Überlebenden oder in deren Familienüberlieferung fort. Der Aufbau der Datenbank ist ein "work in progress". Für weitere Information über die verschiedenen Quellen von Namen in der Namensdatenbank klicken Sie bitte hier.
Die Zentrale Datenbank wurde 2004 online zugänglich gemacht. Zu jener Zeit intensivierte Yad Vashem seine weltweite Öffentlichkeitsarbeit und drängte jüdische Gemeinden in aller Welt, die Datenbank auf ihnen bekannte Holocaustopfer zu überprüfen und nicht verzeichnete Namen durch die Webseite zu übermitteln. Dies ist ein Wettlauf gegen die Zeit – wir müssen so viele Namen wie möglich sicherstellen, bevor die Generation, die sich ihrer erinnert, nicht mehr unter uns ist.
Mehr über die Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer
„Die Online-Datenbank der Namen stellt eine Verbindung nicht nur zu den Toten sondern auch unter den Lebenden des jüdischen Volkes her", sagte Nobelpreisträger Eli Wiesel, nachdem er ein Gedenkblatt für seinen Vater Schlomo ausgefüllt hatte. „Sie stärkt die Beziehungen zwischen Familien, zwischen Städten, zwischen Gemeinden. Außerdem führt sie zu einem gesteigerten Bewusstsein und einem tieferen Gefühl des Gedenkens." Die Datenbank der Namen ermöglicht es den Besuchern, jeden der über 4 Millionen Namen aufzurufen, die bis jetzt erfasst sind. Zusätzlich gestattet sie die Einreichung neuer Gedenkblätter – besonderer Formulare, die biografische Details einzelner Opfer enthalten – für Opfer, die noch nicht erfasst sind.
Auf dem Haupt-Suchbildschirm der Seite können die Benutzer den Familien- oder Geburtsnamen und Standort des Opfers vor oder während des Holocaust eingeben. Es werden Übereinstimmungen oder Beinahe-Übereinstimmungen sowie wesentliche biographische Details angegeben. Die einzigartige Suchmaschine vergleicht Lautschrift und Synonyme in lateinischer, hebräischer und kyrillischer Schrift. Die Benutzer können erweiterte Suchen nach weit verbreiteten Namen durchführen, die durch zusätzliche Parameter wie zum Beispiel Daten und Namen von Familienmitgliedern eingeengt werden können. Auch der Name der Person, die das Gedenkblatt eingereicht hat, kann eingegeben werden.
Etwa die Hälfte der Namen in der Datenbank wurden den mehr als 2.5 Millionen Gedenkblättern entnommen, die in den letzten 50 Jahren bei Yad Vashem eingereicht wurden und die nahezu vollständig digitalisiert worden sind. Andere Namen sind aus weiteren computerisierten Listen gesammelt worden, darunter Deportations-, Lager- und Ghetto-Akten. Ein Teil dieser Akten wurde von verschiedenen Institutionen beigetragen, die mit Yad Vashem bei dieser wichtigen Aufgabe zusammenarbeiten. Mit einem Klick können die Benutzer Gedenkblätter einsehen und ausdrucken, oder eine Seite, die die kurze Lebensgeschichte eines Opfers enthält, basierend auf Informationen aus archivarischen Quellen, die in der Datenbank erhältlich sind. Jede Kurzbiographie enthält Links zu Informationen über das betreffende Opfer, wie zum Beispiel dessen Wohn- und Sterbeort, verknüpft historische Ereignisse und mehr.
Die Webseite regt die Benutzer an, neue Gedenkblätter einzureichen, bereits existierende Fotos oder Dokumente hinzuzufügen oder mithilfe von Online-„Feedback-Formularen" Korrekturen einzureichen. Yad Vashems Mitarbeiterstab prüft und vergleicht die neuen Informationen auf historische Exaktheit. Sobald sie für richtig befunden worden sind, werden die neuen Gedenkblätter der Datenbank hinzugefügt. Yad Vashem bittet die Sender von Online-Gedenkblättern, die Blätter auch auszudrucken, zu unterschreiben und per Post an Yad Vashem zu schicken, damit sie für kommende Generationen in der Halle der Namen aufbewahrt werden können.
Es kann bis zu sechs Monate dauern, bis die Gedenkblätter auf die Online-Datenbank hochgeladen werden. Weitere finanzielle Mittel würden es Yad Vashem ermöglichen, die Antwortzeit zu verkürzen, die Website mit neuen Funktionen auszustatten und frisch digitalisierte Listen von Namen schneller hinzuzufügen.
Die Computerisierung der Namen von Holocaustopfern in der Datenbank der Namen und das Hochladen auf das Internet wurden durch die Hilfe von langjährigen Förderern Yad Vashems ermöglicht.

