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Besucherinfo
Öffnungszeiten:

Sonntag bis Mittwoch: 9.00- 17.00 Uhr
Donnerstag: 9.00-20.00 Uhr*
Freitags und an den Abenden vor einem Feiertag: 9.00-14.00 Uhr

Yad Vashem ist an Samstagen und jüdischen Feiertagen geschlossen.

Das Museum zur Geschichte des Holocaust, das Kunstmuseum, der Ausstellungspavillon und die Synagoge sind bis 20.00 Uhr geöffnet. Alle anderen Einrichtungen schließen um 17.00 Uhr.

Anfahrt nach Yad Vashem:
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Karte

Architekt – Moshe Safdie
Stifter – David und Fela Shapell
Die Eingangsebene des in Glas und Beton gefassten Besucherzentrums dient als Orientierungs-, Informations-, Empfangs- und Versammlungsort. Das nach allen Richtungen hin geöffnete Gebäude ermöglicht einen Rundblick über das Gelände und die umliegende Landschaft. Im Untergeschoss, das einen Ausblick über das anliegende Tal bietet, gibt es einen Besucherservice, eine Cafeteria, Toiletten und eine Garderobe. Darunter befinden sich die Parkebenen.

Das Zentrum für Bücher und Quellenmaterial befindet sich im neuen Eingangskomplex von Yad Vashem und wird von der Steimatzky-Gruppe GmbH betrieben. Das Zentrum bietet eine breite Auswahl an aktuellen Nachschlagewerken, Multimedia, Zeitzeugenberichten und Holocaust-Literatur zum Verkauf an. Das 300 m² große Gebäude dient als Quellenzentrum, nimmt Buchbestellungen auf und beantwortet Besucheranfragen bezüglich des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs in zahlreichen Sprachen. Außerdem bietet das Zentrum alle Yad Vashem-Publikationen sowie auch Unterrichtsmaterialien von Yad Vashems Internationaler Schule für Holocaust-Studien zum Verkauf an.

Yad Vashem verfügt sowohl über eine koschere Cafeteria (Fleischküche), die warme Mahlzeiten anbietet, als auch über ein Café. Die Cafeteria befindet sich im Untergeschoß des Besucherzentrums. Am Ausgang des neuen Museums, am Platz der Hoffnung, befindet sich eine weitere Filiale des Cafés.
Tel: 972-2-6419935

Auf dem Gelände von Yad Vashem wurden Bäume gepflanzt, um Nichtjuden zu ehren, die sich den Prinzipien der Menschlichkeit verpflichtet fühlten und ihr Leben aufs Spiel setzten, um während des Holocaust Juden zu retten. Neben jedem Baum befindet sich eine Gedenktafel, die Namen und Herkunftsland der Geehrten angeben.

Die neun unterirdischen Galerien des neuen Museums zur Geschichte des Holocaust erzählen die Geschichte der Shoah aus jüdischer Perspektive. Die chronologische Darstellung wird durch Einblicke in die Lebenswelten von Juden, die unter den Nationalsozialisten und ihren Kollaborateuren lebten – und starben – ergänzt. Die Ausstellungen umfassen ein breites Spektrum an Originalgegenständen, Zeugenaussagen, Fotografien, Dokumenten, Kunst, Multimedia und Videokunst.

Die Namen und persönlichen Angaben von Millionen von Opfern wurden auf Gedenkblättern festgehalten, die von Überlebenden zum Gedenken an ihre Angehörigen ausgefüllt wurden. Diese Gedenkblätter stellen symbolische Grabsteine dar und werden in der Halle der Namen aufbewahrt. Im Rahmen seiner andauernden Bemühungen, weitere Namen zu sammeln, bevor es zu spät ist, bittet Yad Vashem die Öffentlichkeit um Unterstützung bei dieser wichtigen Aufgabe. Wenn Sie ein Gedenkblatt einreichen möchten, besuchen Sie bitte unsere Website: http://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

 

   

Das Kunstmuseum zeigt die weltweit größte Sammlung von Kunst, die in Ghettos, Lagern, Verstecken und an anderen Orten entstand, an denen künstlerisches Schaffen beinahe unmöglich war. Diese Werke reflektieren den Geist der Opfer und der Überlebenden. Das Kunstmuseum enthält auch das weltweit erste computerisierte Archiv und Informationszentrum über Kunst und Künstler der Shoah.

Die neue Synagoge ist ein geeigneter Ort, um für verstorbene Angehörige Kaddisch zu sagen, für individuelle Gebete, gemeinsame Andacht und Gedenkgottesdienste für untergegangene Gemeinden. Das Gebäude ist mit Ritualgegenständen, die aus zerstörten Synagogen in Europa gerettet wurden, ausgestattet.

Der Ausstellungspavillon zeigt ein breites Spektrum historischer, thematischer und künstlerischer Exponate. So tun sich einzigartige Einblicke in die innere und äußere Welt der Shoah-Opfer auf und eröffnen außergewöhnliche Perspektiven auf den andauernden Versuch, die Bedeutung der Shoah zu erfassen.

Das Filmzentrum ermöglicht es Gruppen oder Einzelpersonen, auf Großbildleinwänden oder auf Einzelbildschirmen visuelle Materialen zur Shoah zu sichten. Diese Materialien umfassen Dokumentarfilme, Spielfilme und Zeugenaussagen von Überlebenden, die von Yad Vashem und anderen Organisationen aufgenommen wurden. Einen zentralen Platz nehmen die medialen Dokumente der Survivors of the Shoah Visual History Foundation ein.

Das Lernzentrum ermöglicht es den Besuchern, historische, thematische und moralische Konflikte und Holocaust-bezogene Themen zu erforschen. Auf dem Wege sowohl betreuten als auch unabhängigen Lernens liefern Computer-Stationen Zugang zu einem breiten Spektrum an Informationen von international anerkannten Historikern, Philosophen und aus dem Wissensfundus Yad Vashems. Das Lernzentrum steht organisierten und unabhängigen Gruppen sowie Einzelpersonen offen.

Ein imposantes, zeltähnliches Gebäude aus Basalt ermöglicht es den Besuchern, das Andenken der Ermordeten zu ehren. Auf dem Fußboden stehen die Namen von 22 nationalsozialistischen Mordstätten - Vernichtungs- und Konzentrationslagern, Durchgangslagern und Exekutionsstätten – ausgewählt aus den Hunderten von Mordstätten, die es überall in Europa gab. Eine Gedenkflamme brennt beständig hinter einer Steinplatte, unter der die Asche von Opfern der Vernichtungslager begraben ist. 
Architekt: Aryeh Elhanani
Ewige Flamme: Kosso Eloul
Südtor: David Palombo
Westtor: Bezalel Schatz

Die Säule des Heldentums gedenkt des jüdischen Widerstandes während des Holocaust. Die Inschrift auf den Betonblöcken lautet: „Zum ewigen Andenken derer, die in den Lagern und Ghettos rebellierten, in den Wäldern, im Untergrund und mit den alliierten Streitkräften kämpften, mutig ihren Weg nach Eretz Israel bewältigten und als Märtyrer starben“.
Bildhauer: Buki Schwartz

Mit dieser einzigartigen Gedenkstätte, ausgehoben aus einer unterirdischen Höhle, soll der etwa 1, 5 Millionen jüdischer Kinder gedacht werden, die im Holocaust ermordet wurden. Beim Gang durch die Gedenkstätte hört der Besucher im Hintergrund die Namen ermordeter Kinder, ihr Alter und ihre Herkunftsländer. 
Architekt: Moshe Safdie

Eine Ehrbezeugung an den großen polnisch-jüdischen Pädagogen Dr. Henryk Goldszmit, bekannt unter seinem Pseudonym Janusz Korczak, der im Warschauer Ghetto ein Waisenhaus betrieb. Trotz seiner Anstrengungen, seine Schützlinge zu retten, wurden Korczak und ungefähr 200 Kinder aus seinem Waisenhaus am 5. August 1942 ins Vernichtungslager Treblinka deportiert.
Bildhauer: Boris Saktsier

Als weltweit größte Sammlung von Dokumentationsmaterial über den Holocaust enthält das Archiv ungefähr 201 Millionen Blätter und mehr als 480.000 Fotografien sowie Tausende von Audio- und Videoaufzeichnungen von Zeugenaussagen Überlebender. Diese sind für die Öffentlichkeit zugänglich und können in den dafür vorgesehenen Räumen betrachtet werden. Die Yad Vashem Bibliothek besitzt die weltweit umfassendste Sammlung von Büchern über den Holocaust. Sie beherbergt mehr als 115.000 Titel in zahlreichen Sprachen sowie Tausende von Zeitschriften.
Architekt: Danny Lanski

Der Platz der Familien zwischen der Internationalen Schule für Holocaust-Studien und dem Archiv- und Bibliotheksgebäude wurde errichtet, um der jüdischen Familie im Holocaust zu gedenken. Auf dem Platz wird dauerhaft eine Skulptur des renommierten Künstlers Menashe Kadishman ausgestellt, die vor dem Hintergrund des eindrucksvollen Ausblicks auf Jerusalem und seine Vororte positioniert ist.

Der Förderung der Holocausterziehung und der Vermittlung des Erbes des Holocaust an die jüngeren Generationen verpflichtet, bietet die Schule Lehrveranstaltungen für Schüler, Studenten und Soldaten an, veranstaltet Fortbildungsseminare für Lehrer in Israel und im Ausland, organisiert Symposien und stellt online-Kurse zur Lehrerausbildung zur Verfügung. Das Expertenteam an der Schule hat eine Vielzahl von Unterrichtsprogrammen und Lernhilfen zumThema Holocaust entwickelt. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Rufnummer 02-6443654. 
Architekten: David Guggenheim, Daniel Minz

Das Internationale Institut für Holocaust-Forschung plant und realisiert Forschungsprojekte, organisiert internationale Seminare und Konferenzen und koordiniert gemeinsame Projekte mit Forschungsinstituten auf der ganzen Welt. Daneben unterstützt das Institut junge Forscher und publiziert Forschungsarbeiten und Konferenzbeiträge.

Ungefähr 1.500.000 Juden kämpften gegen die Nationalsozialisten: als alliierte Soldaten, als Partisanen, in den Widerstandsbewegungen und in den Ghettos. Dieses Denkmal ist den Hunderttausenden gewidmet, die in diesem Kampf ihr Leben verloren. 
Bildhauer: Bernard Fink

Das Partisanen-Panorama ehrt die jüdischen Kämpfer, die sich während des Holocaust den Partisanen anschlossen. Die Skulptur in der Mitte trägt den Titel „Denn ist der Baum des Feldes ein Mensch“ (Deut. 20:19). Der Bildhauer, Zadok Ben-David, wählte den Baum als Symbol für den Partisanen, dessen Leben vom Wald und dessen Bäumen als Versteck abhängig war. Auf einem nahegelegenen Stein sind die Worte der Partisanenhymne auf Hebräisch, Jiddisch und Englisch eingraviert.
Architekt: Dan Zur

Das Tal ist ein massives, 2.5 Morgen großes Denkmal, das buchstäblich aus dem natürlichen Felsboden ausgehoben wurde. Auf 107 Wänden sind die Namen von über 5.000 jüdischen Gemeinden, die im Holocaust zerstört wurden oder nur knapp überlebten, eingraviert. Im Mittelpunkt des Denkmals steht das Beit Hakehillot (Haus der Gemeinden), das eine Galerie für temporäre Ausstellungen beherbergt. Ein kurzer Film zeigt die Welt, wie sie einst war.
Architekten: Dan Zur und Lipa Yahalom

Das Denkmal für die Deportierten wurde in Yad Vashem als Denkmal für die Millionen von Juden errichtet, die in Viehwaggons gepfercht und von überall in Europa in die Vernichtungslager transportiert wurden. Ein originaler deutscher Viehwaggon, der Yad Vashem von der polnischen Regierung übergeben wurde, steht im Mittelpunkt der Denkmalstätte. Auf der angrenzenden Mauer befindet sich als Inschrift die Zeugenaussage des Überlebenden Avraham Krzepicki.
Architekt: Moshe Safdie

Die Mauer des Gedenkens besteht aus zwei Skulpturen, die in eine Mauer aus roten Ziegeln, die die Ghetto-Mauern symbolisieren, integriert sind. Im Mittelpunkt der ersten Skulptur mit dem Titel „Der Warschauer Ghetto-Aufstand“, steht der Anführer des Aufstandes, Mordechai Anielewicz. Die zweite Skulptur mit dem Titel „Der letzte Gang“ stellt die Massendeportation der Juden in die Todeslager dar.
Bildhauer: Nathan Rapoport

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, als die Niederlage Nazi-Deutschlands bereits unausweichlich war, erreichte der Repräsentant des Schwedischen Roten Kreuzes, Graf Folke Bernadotte, eine Vereinbarung mit leitenden SS-Funktionären zur Freilassung einer Anzahl Gefangener aus deutschen Konzentrationslagern. Dies ist einer der 36 Busse des Schwedischen Roten Kreuzes, denen es im März und April 1945 gelang, nach Deutschland einzureisen und 25.000 Gefangene, darunter mehrere Tausend Juden, größtenteils Frauen, von Deutschland nach Schweden zu transportieren.

Der Rot-Kreuz-Bus wurde von der Schwedisch-Israelischen Freundschaftsgesellschaft gespendet.

 

Le Chambon-sur-Lignon ist ein protestantisches Dorf in Haute-Loire in Südfrankreich. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es zu einem Zufluchtsort für Juden, die vor den Nationalsozialisten und ihren französischen Kollaborateuren flohen.

Die Einwohner Chambons versteckten Juden in ihren Häusern, in manchen Fällen bis zu vier Jahre lang, verschafften ihnen gefälschte Ausweispapiere und Lebensmittelkarten und halfen ihnen über die Grenze in die sichere Schweiz.

Da sie als religiöse Minderheit im katholischen Frankreich verfolgt gewesen waren, entwickelten die Protestanten von Chambon ein besonderes Mitgefühl für die Juden als das Volk des Alten Testaments. Der Pastor und seine Frau, André und Magda Trocmé, gingen mit gutem Beispiel voran und bekräftigten die Bewohner von Chambon in der Überzeugung, dass es ihre Pflicht sei, ihren „Nächsten“ in der Not zu helfen.

Die Einwohner Chambons wiesen es zurück, als „heroisch“ bezeichnet zu werden. Sie sagten: „Es musste etwas getan werden, und wir waren zufällig da, um es zu tun. Es war die selbstverständlichste Sache der Welt, diesen Menschen zu helfen.“ Nach der Massenverhaftung und Deportation von Juden in Paris im Juli 1942 hatte Pastor Trocmé seinen Gemeindemitgliedern eine Predigt gehalten, in deren Verlauf er sagte: „Die christliche Kirche sollte auf ihre Knie fallen und bei Gott um Vergebung für ihre gegenwärtige Unfähigkeit und Feigheit flehen.“

Die Amerikanischen Freunde (Quäker) und andere protestantische Organisationen ließen Chambon Unterstützung zukommen, um Kindern, deren Eltern deportiert worden waren, ein Zuhause zu geben. Der Leiter einer dieser Wohneinrichtungen war Daniel Trocmé, der junge Cousin von Pastor Trocmé. Im Juni 1943 wurden er und „seine“ Kinder verhaftet und in den Osten deportiert. Daniel Trocmé starb in Majdanek.

Die Trocmés wurden von Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern anerkannt; ein Baum wurde zu Ehren von André und Magda Trocmé und ein weiterer zu Ehren Daniel Trocmés gepflanzt.

Ein einzigartiger Fall kollektiver Rettungstätigkeit fand im niederländischen Dorf Nieuwlande statt. 1942 und 1943 beschlossen die Bewohner des Dorfes, dass jeder Haushalt eine jüdische Familie, oder zumindest einen Juden, verstecken werde. Angesichts der kollektiven Natur der Unternehmung war die Gefahr für das Dorf gering - es herrschte keine Angst vor Denunziation, da alle Dorfbewohner „Komplizen“ waren. Alle 117 Einwohner des Dorfes wurden als „Gerechte unter den Völkern“ anerkannt.

Arnold Douwes, der Sohn des Pastors, wurde von Johannes Post, einem Bauern und Gemeinderat im Dorf Nieuwlande, für den Untergrund rekrutiert. Post hatte nie sehr viel mit Juden oder Judentum zu tun gehabt, aber als antisemitische Maßnahmen eingeführt wurden, stürzte er sich mit Leib und Seele in das Bemühen, verfolgten Juden zu helfen. Noch vor Posts Tod hatte Douwes die Führung übernommen. Juden, die aufgefordert worden waren, sich nach Westerbork zu melden, wurden durch den Untergrund zu ihm geschickt. Er für seinen Teil durchkämmte ländliche Gegenden, um Familien zu finden, die ihnen Zuflucht gewähren würden. Außerdem verschaffte Douwes den Flüchtlingen Nahrung, neue Ausweispapiere und finanzielle Unterstützung.

Am 18. Juni 1988 wurde in Yad Vashem am Weg hinunter zum Tal der Gemeinden ein Denkmal zu Ehren des Dorfes Nieuwlande errichtet.

Dieser Garten wurde zu Ehren der Tausenden von Nichtjuden eingerichtet, die während des Holocaust ihr Leben aufs Spiel setzten, um Juden zu retten. Ihre Namen sind in alphabetischer Reihenfolge auf nach Ländern angeordneten Wänden eingraviert.